24. Juni 2019, 19:16 Uhr

Künstlerische Reise ins ich

24. Juni 2019, 19:16 Uhr
Laudatorin Karin Merchel (r.) unterhält sich mit Ernesto Filippelli über seine Bilder: Eines hat er »Balance« genannt. (Fotos: lod)

Ernesto Filippelli ist seit Jahren fester Bestandteil in den Künstlerkreisen von Friedberg und vor allem Bad Nauheim. Der 1973 im italienischen Crotone in Kalabrien geborene Künstler ist Mitglied in den Kunstvereinen der beiden Städte und zeigt in Mitgliederausstellungen immer wieder einiger seiner Werke.

26 davon sind seit Samstag im »Café Kaktus« unter dem vom Künstler gewählten Titel »Viaggio in me - Reise ins ich« zu sehen. Da Filippelli meist relativ kleine Formate nutzt, konnte er die große Wand mit fast 20 seiner mit Ölstift auf Karton gemalten Werke bestücken. »Das ist wie eine Farbexplosion«, beschrieb Karin Merchel, stellvertretende Vorsitzende des Kunstvereins Bad Nauheim, die bunte Bilderflut in ihrer Einführung in die Ausstellung.

Von Italien nach Bad Nauheim

Zur Vernissage am Samstagmittag waren in erster Linie Mitglieder des badestädtischen Kunstvereins und enge Freunde Filippellis gekommen. »Das ist für dich und für uns alle heute ein besonderer Tag«, sagte die Laudatorin, die das Wesen des Künstlers so beschrieb: »Die Sonne im Herzen, die Farbe des Meeres - das ist in ihm.«

Kurz erläuterte Merchel den Lebensweg und den künstlerischen Werdegang des Wahl-Badestädters, der 1989 seine italienische Heimat verlassen hatte und zunächst nach Fulda kam, wo er mit seinem Vater eine eigene Pizzeria führte. Im Jahr 2000 zog er nach Bad Nauheim und erst hier begann der Autodiktat mit der Malerei. »Er hat es geschafft, sich hier bei uns wohlzufühlen. Er hat Wurzeln gefunden. So sehe ich es jedenfalls«, sagte die stellv. Kunstvereinsvorsitzende, bevor sie den außergewöhnlichen Stil Filippellis beschrieb und würdigte.

Viele Punkte in den dargestellten Menschen und Figuren bestimmen die Gemälde. Auch wenn dieser Stil in der Kunstwelt schon bekannt ist, handele es sich bei Filippellis Gemälden auf keinen Fall um Plagiate, so Merchel und weiter: »Bei ihm sind die Punkte Ausdruck des Lebens. Das ist Ernesto, wie wir ihn alle kennen.«

Filippelli malt Stimmungen und dabei begeistert und überrascht dessen Arbeit mit Farbigkeit und Licht. In seinen Werken lässt der Künstler immer wieder sein momentanes persönliches Befinden einfließen. So entstanden einige Bilder in der Zeit nach dem er den Jakobsweg gegangen war. »Diese Eindrücke spiegeln sich in den Gemälden wider«, so Merchel.

Welche dies sind, das muss der Betrachter selbst herausfinden. Hilfreich ist da jedenfalls eine Liste mit den immer zweisprachigen Titeln der durchnummerierten Bilder. Diese sprechen für sich selbst: »Chaos«, »Innenschau« »Unschuld«, »Balance« oder »Trost« sind nur einige Bildertitel.

Viel Lob erhielt Filippelli nach der Einführung Merchels von den Besuchern für die Zusammenstellung der Ausstellung. Immer wieder musste er Fragen zu dem ein oder anderen Bild beantworten.

Die Ausstellung »Viaggio in me - Reise ins ich« ist noch bis 1. September während der Öffnungszeiten des »Café Kaktus« in der Hospitalgasse zu sehen.

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