Mundart, Tänze, regionale Lieder - das und mehr versteht man unter immateriellem Kulturerbe. Das steht im Mittelpunkt des 42. Internationalen Museumstag an dem sich auch Museen in der Wetterau beteiligen. Bei dem etwas sperrig klingenden Thema geht es auch um das Wissen um Objekte, kulturelle Räume, Personen und Gruppen. Der Internationale Museumstag wird am Sonntag deutschlandweit ausgerichtet. Und wer wissen möchte, was das alles mit Lego-Steinen zu tun hat, sollte einen Abstecher ins Wetterau-Museum nach Friedberg unternehmen.

»Die Museen laden zu einem Streifzug ein: Vom Blick in die Vergangenheit über Interessantes aus der Gegenwart zu wichtigen Fragestellungen für die Zukunft«, fasst Landrat Jan Weckler zusammen.

Friedberg: Lego-Modellbauer Uli Meyer aus Friedberg hat im vergangenen Jahr ein naturgetreues Lego-Modell des Adolfsturms und des nördlichen Teils der Burg Friedberg gebaut. Beim Museumstag wird es im Wetterau-Museum zu sehen sein. Vom Modell angeregt, können Kinder Gebäude der Friedberger Burg nachbauen oder einfach der Fantasie freien Lauf lassen. Lego-Steine und Duplo-Steine werden bereitgestellt.

Start zur Mitmach-Ausstellung: Wie kein anderes Bauwerk steht der Adolfsturm als Wahrzeichen für Friedberg. Zum Museumstag sind Bürger ebenso wie Geschäftsleute aufgerufen, einen Gegenstand mit einer Adolfsturm-Darstellung in das Wetterau-Museum zu bringen. Die Gegenstände werden auf einer Karteikarte erfasst und bilden den Grundstock für eine Ausstellung über das Friedberger Identifikationsobjekt, die einige Wochen zu sehen sein wird.

Skurrile Musikinstrumente

Archäologie, Kelten und Römer heißt es beim regionalen Limes-Informationszentrum im Wetterau-Museum. Das Museum kann bei freiem Eintritt besichtigt werden, dazu gibt es von 10 bis 17 Uhr ein buntes Programm.

Die »Zukunftswerkstatt Wetterau-Museum« präsentiert dort ebenfalls ihre Ergebnisse. Von Dezember 2018 bis Mai 2019 traf sich die Zukunftswerkstatt um Perspektiven für das Friedberger Museum zu entwickeln. Grundlage war ein Beschluss der Friedberger Stadtverordnetenversammlung.

Nidda: Im Heimatmuseum wird um 11 Uhr mit einem Einführungsvortrag die Ausstellung »Von Menschen und Mäusen - Sammlung Reinhard Ewert« eröffnet. Die Ausstellung, bei der es um Mausefallen und deren Nutzung geht, läuft bis 30. Juni.

Im Feuerwehrmuseum gibt es von 13 bis 16 Uhr Informationen und spannende Objekte zum Feuerlöschwesen. Abgedeckt wird die geschichtliche Entwicklung von 1850 bis 1950, zusehen im historischen Spritzenhaus am Marktplatz.

Büdingen: Das Heuson-Museum widmet sich der Stadt- und Regionalgeschichte und stellt archäologische Themen anschaulich dar. Am Museumstag wird die Sonderausstellung »Von Hökerweibern und Pfeffersäcken - Handel im Mittelalter« eröffnet.

Wölfersheim: Das Energie-Museum in Wölfersheim hat von 14 bis 17 Uhr geöffnet, es zeigt anschaulich wie mit der Hände Arbeit das Material für die Energiegewinnung abgebaut wurde. Neben der historischen steht auch die Gewinnung erneuerbarer Energien im Fokus.

Ortenberg-Lißberg: Ungewöhnliche Musikinstrumente aus Asien werden im Musikinstrumentenmuseum ausgestellt. China will die Handelsbeziehungen nach Europa ausbauen und so rückte die uralte Seidenstraße wieder in den Fokus. Was sie bereits vor Jahrhunderten an kulturellem Austausch bewirkt hat, zeigt die Sonderausstellung »Seide trifft Saiten« - Saiteninstrumente an der Seidenstraße zu Land und zu Wasser« in Lißberg: Seltene und ebenso dekorative wie skurrile Musikinstrumente von Zentralasien bis nach China werden zum Museumstag präsentiert, unter anderem ein Nachbau eines welteinmaligen Saz Dulap aus dem 8. Jahrhundert, teilen die Veranstalter mit. Das Museum in Lißberg ist von 14 bis 17 Uhr geöffnet. (prw)

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