22. Oktober 2019, 18:53 Uhr

Lesestube wird gefördert

22. Oktober 2019, 18:53 Uhr
Daumen hoch: Die Sozialpädagoginnen Sabine Kling-Jetzen (l.) und Nadine Hoerschelmann haben sich für das Projekt starkgemacht. (Foto: Dominik Eisele)

Die Hausbergschule Hoch-Weisel war beim Deutschen Lehrerforum zum Thema »Demokratiebildung an Schulen« vertreten und hat dort eines ihrer geplanten Projekte vorgestellt. Mehr Mitbestimmung und Freiräume für Wertebildung fordern die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Deutschen Lehrerforums. In einem jetzt veröffentlichten Positionspapier setzen sie sich zudem dafür ein, Demokratiebildung auch im Lehramtsstudium und in der Fortbildung zu verankern.

»Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit«, heißt es in dem Papier. Das Forum ist eine Plattform für Lehrkräfte aller Schulformen und wird von neun Stiftungen und Institutionen getragen. Die Autorinnen und Autoren des Papiers, an dem auch eine Kollegin der Hausbergschule Hoch-Weisel mitwirkte, sehen derzeit den gesellschaftlichen Konsens über zentrale Werte bedroht, verstehen aber zugleich schulische Bildung als einen Schlüssel, um die Demokratie zu stärken. Konkret drücke sich dies in einer Reihe von Forderungen aus. Ein zentraler Punkt: Enge Vorgaben und Strukturen sollten aufgebrochen werden, um Schülerinnen und Schülern Mitbestimmung an der Schule zu ermöglichen. Auch die Lehrkräfte sollten mehr Mitsprache erhalten. Denn nur wer im System etwas verändern kann, werde den Nutzen, sich zu engagieren, authentisch vermitteln können. Dazu sei ein Zurückfahren bürokratischer Aufgaben vonnöten, damit den Lehrenden mehr Zeit für ihre Schülerinnen und Schüler bleibt. Darüber hinaus sei es wichtig, Demokratiebildung zu einem festen Teil der Aus- und Weiterbildung für Lehrkräfte zu machen.

Auf dem Deutschen Lehrerforum in Bad Boll wurden auch Ansätze vorgestellt, wie die Demokratie für Schüler erlebbar werden kann. Insgesamt wurden zwölf Projekte zur Förderung ausgewählt. Darunter auch eines der Hausbergschule Hoch-Weisel. Hier wird für die Lesestube eine extra Bücherecke zum Leitsatz der Kinder entstehen, der da lautet »bunt, freundlich und friedlich« möge es an der Schule sein. Hier sind in Zukunft Bücher zu den Themen Demokratie, Vielfalt, soziales Miteinander zu finden.

Allen Projekten sei gemeinsam, dass sie einen hohen Einsatz der Lehrenden wie auch der Lernenden erfordern. Zum Teil ist die Umsetzung nur mit Unterstützung von außen möglich.

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