02. Februar 2017, 07:00 Uhr

Stadtparlament

»Lieschen« soll länger werden

Die Nidderauer Stadtverordneten setzen sich dafür ein, dass die Pendlerzüge nach Frankfurt und zurück länger werden. Außerdem beauftragen sie eine Studie zum Seniorenwohnen.
02. Februar 2017, 07:00 Uhr
Die Nidderauer Stadtverordneten fordern, dass das Stockheimer Lieschen zu den Stoßzeiten, wenn viele Pendler unterwegs sind, mehr Waggons bekommt. (Foto: jwn)

Einstimmig votierten die Nidderauer Stadtverordneten in ihrer jüngsten Sitzung für eine Resolution. Diese fordert die Bundesbahn dazu auf, die Bahnverbindung vor allem in den Stroßzeiten zwischen Stockheim und Frankfurt aufzustocken. Vor allem in den Morgen- und Abendstunden sollten Züge eingesetzt werden, die bis zu 600 Personen befördern könnten, da die Nachfrage größer würde.

Eine weitere Hürde hat die Idee, ein Wohn- und Gesundheitszentrum im Stadtteil Eichen entstehen zu lassen, genommen. Denn mehrheitlich sprachen sich die Stadtverordneten für die Anfertigung einer Machbarkeitsstudie aus. Von der SPD war der Vorschlag gekommen, neben dem Ausbau der vorhandenen Turnhalle an der Höchster Straße in Eichen in ein Bürgerhaus auch gleich noch ein Zentrum für betreutes Wohnen und medizinische Versorgung sowie eine Gaststätte errichten zu wollen. Nach Vorstellung der Sozialdemokraten würde so eine »Begegnungsachse mitten im Ort entstehen, die auch fußläufig von älteren Menschen zu erreichen sei«, wie Ortsvorsteher Sam Pfeifer (SPD) erklärte. Keine Mehrheit fand der Vorschlag der CDU, nach Standorten für betreutes Wohnen nicht nur in Eichen, sondern in übrigen vier Stadtteilen ebenfalls Ausschau zu halten. Dies würde in einer Machbarkeitsstudie zu weit ausweiten und die Kosten unnötig in die Höhe treiben, wies die Grünen-Fraktionsvorsitzende Tanja Seelbach die Überlegungen der CDU zurück. Auch der Einwand von Gerhard Wukasch (FWG), es doch nur bei betreutem Wohnen zu belassen und nicht noch weitere Einrichtungen hinzuzubauen, weil leer stehende Gaststätten gebe es genug, blieb unberücksichtigt. Vielmehr verurteilte Pfeifer noch einmal die Eicher Bürgerinitiative, weil sie sich gegen das Projekt wendet. Er hält das Verhalten der BI für inakzeptabel, weil so die Generationen gegeneinander ausgespielt würden. Am Ende stimmten 20 Stadtverordnete für die Machbarkeitsstudie, 12 dagegen und zwei enthielten sich ihrer Stimme.

Ebenfalls einstimmig wurde eine Resolution, die sich in Sachen Asylbewerber-Kosten an die Bundes- und Landesregierung wendet. »Wenn der Bund und das Land den Kommunen Aufgaben, wie U-3-Betreuung und die Unterbringung von Flüchtlingen überträgt, dann müssen sie auch für die entsprechende Finanzierung sorgen, begründete Andreas Bär (SPD) den Vorstoß seiner Partei. Schließlich müsse von den 2,8 Millionen Euro, die Nidderau in Sachen Asylpolitik inzwischen ausgegeben habe, die Stadt rund 700 000 Euro allein tragen.

Breite Zustimmung fanden auch noch der Antrag von SPD und den Grünen zur Schaffung eines Fahrradschutzstreifens auf der Adenauer-Allee in Heldenbergen und der Antrag der Union auf Einführung von Tempo 30 auf der Hanauer Straße in Ostheim. Nach Ansicht von Bürgermeister Gerhard Schultheiß (SPD) stünden die Chancen für die Reduzierung auf Tempo 30 nicht besonders gut, weil dieses Ansinnen von den übergeordneten Behörden bereits in der Vergangenheit abgelehnt worden sei.

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