26. Juli 2019, 20:56 Uhr

Mehr Extremsituationen

26. Juli 2019, 20:56 Uhr
Die Mitglieder der SPD-AG 60 plus machen sich ein Bild von der Wasserversorgung.

Die Arbeitsgemeinschaft 60 plus der SPD Wetterau hat das Wasserwerk in Inheiden besucht. »Trotz Hitzeperiode haben wir die umweltschonende Grundwassergewinnung im letzten Jahr aufrechterhalten«, sagte Werksleiter Franz Poltrum vor einem Rundgang durch das Pumpwerk. Die Trinkwasserförderung der Ovag im »Hitzejahr« 2018 habe ausnahmslos den Anforderungen der Genehmigungen entsprochen, zum anderen seien auch die selbst gesetzten erhöhten Anforderungen erfüllt worden, die die Natur in den Gewinnungsgebieten besonders schonten, so Poltrum. Schaue man auf das erste Halbjahr 2019, so seien die normalen Trinkwasservorräte durch die moderaten Temperaturen und die ausreichenden Niederschläge erhalten. »Ein Spitzenlasttag war der 26. Juni, an dem es zum einen mit bis über 35 Grad sehr heiß war, zum anderen noch keine Sommerferien waren.« An diesem Tag seien rund 125 000 Kubikmeter Wasser in das Fernleitungsnetz eingespeist worden.

Zum Vergleich: Die mittlere Menge pro Tag habe 2018 rund 97 000 Kubikmeter Wasser betragen. Der Verbrauch am 26. Juni habe also etwa ein Viertel über dem Schnitt gelegen. »Ein Wert, der unsere technischen Anlagen an ihre Grenzen gebracht hat«, blickt Poltrum zurück. Für die Zukunft sieht er allerdings solche Extremsituationen immer häufiger auf die Wasserversorger zukommen. Zum einen liege das am Zuzug ins Ovag-Versorgungsgebiet. Zum anderen sei da der klimatische Wandel: extreme Temperaturen und veränderte Niederschläge in Form von unwetterartigen Regenfällen, die nicht so versickerten wie anhaltender Landregen. Poltrum: »Darauf müssen wir uns einstellen. Deshalb kooperieren wir zum einen enger mit anderen Wasserversorgern, um vorhandene Grundwasservorkommen optimal zu steuern. Zum anderen entwickeln wir unsere technischen Förderanlagen weiter, damit sie noch flexibler reagieren können, wenn es zu einem Spitzenverbrauch kommt.« Dem Wasserwerksleiter sei es wichtig, zu sensibilisieren. Man animiere Kommunen und Einwohner immer zum sorgsamen und sparsamen Wasserverbrauch. Er blickt auch voraus: »Auch die Nicht-Trinkwasservorräte müssen künftig noch besser genutzt werden. Ob bei der Gartenbewässerung oder in der Toilette - nicht jeder Liter Nutzwasser muss Trinkwasserqualität haben.«

Nach Abschluss der Besichtigung dankt der AG-Vorsitzende Karlheinz Hümmer dem Vorstandsmitglied Joachim Arnold und dem Vortragenden Franz Poltrum für den für alle lehrreichen Nachmittag. (Foto: pm)

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