11. Juli 2019, 20:11 Uhr

Naturschützer zählen weniger Bruten

11. Juli 2019, 20:11 Uhr
Vier Frauen und vier Männer sind kürzlich in den Vorstand des Vogelschutzvereins Schöneck gewählt worden. (Foto: pv)

Die Trockenheit im vergangenen Jahr und jetzt wieder macht der Natur zu schaffen, das beobachtet auch der Vogelschutzverein Schöneck. Am Feuchtbiotop »Himmelsteich« trocknete der Teich im Vorjahr komplett aus. Erfreulich sei gewesen, dass einige verdorrte Pflanzen in diesem Jahr wieder ausgetrieben haben. Zu beobachten sei, dass nur noch sehr wenige Trauerschnäpper brüten.

Die Aktiven des Vogelschutzvereins Schöneck haben die Umwelt im Blick. Sie erkennen, wenn sich etwas verändert. Kürzlich wurde während der Jahreshauptversammlung darüber informiert, dass die Zahl der brütenden Trauerschnäpper sinkt. Außerdem stellten die Vogelschützer fest, dass im heißen Sommer 2018 die Bruterfolge geringer waren. In Büdesheim, Kilianstädten, Ober- und Niederdorfelden seien nur zwei junge Schleiereulen, und rund 20 Turmfalken gezählt worden.

Möller jetzt Ehrenmitglied

Elke Gallant, Leiterin der Revierbetreuer für Nistkästen, vermeldete, dass bei den Kontrollen der insgesamt 382 Nistkästen, aufgeteilt in neun von den Betreuern insgesamt 290 Meisen-, 20 Kleiber-, sieben Sperlings- und zwei Trauerschnäpperbruten zu verzeichnen waren. Christa Jäger berichtete über die Weißstörche. In drei Nestern in Schöneck sei erfolgreich gebrütet worden, jeweils drei Jungvögel wurden aufgezogen. Einen Partnerweschsel habe es im Nest in Kilianstädten gegeben. Bereits im Februar war das Männchen zurückgekehrt. Nach vielen Tagen des Wartens wendete er sich einer neuen Partnerin zu. Mitte März kehrte die alte Parnterin zurück. Sie siedelte mit einem anderen Männchen in Windecken, von dort siedelten sie nach Büdesheim auf ein Nest auf einer Weide. Im Mai brach der Ast und die beiden mussten erneut ein anderes Heim suchen.

Am Feuchtbiotop »Himmelsteich«, sei im Vorjahr eine zweijährige Wildblumenwiese angelegt worden, die unter der Trockenheit litt. Ebenso wie das Feuchtbiotop, das austrocknete. Erfreulich sei gewesen zu sehen, dass die Pflanzen im Frühjahr wieder ausgeschlagen hätten. Besonders wichtig sei den Vogelschützern die Arbeit mit Kindern. Deshalb sei der Waldspaziergang mit den Kindern der Kita »Goldregen« wichtig gewesen, um den Kindern die Natur und den Naturschutz näherzubringen, erklärte Vorsitzende Helga Möller in ihrem Jahresbericht. Sie erinnerte an die Vereinsaktivitäten im vergangenen Jahr. Vize-Vorsitzender Ulrich Paul berichtete über die Pflege der Streuobstwiese, auf der nach dem Rückschnitt im Spätsommer 13 Zentner Äpfel geerntet werden konnten.

Jugendleiter Heiko Kühne informierte, dass 42 junge Vogelschützer im Verein aktiv sind. Sie hätten ein Jahr voller Abwechslung erlebt. Höhepunkte seien die Nistkastenkontrolle im Kilianstädter Wald, eine Winterwanderung, Basteln von Osterdekorationen in der Osterzeit, ein Ausflug ins Steinerne Meer mit anschließendem Picknick, die Apfelernte und Saft pressen gewesen.

Die Vogelschützer wählten ihren Vorstand für die nächsten zwei Jahre neu. Helga Möller bleibt Vorsitzende, Heiko Kühne löst Ulrich Paul als Vize-Vorsitzenden ab. Kassierer ist Kurt Schimura, Schriftführerin Christa Jäger, Jugendleiter bleibt Heiko Kühne, stellvertretende Schriftführerin ist Annette Dieckmann, Leiterin Revierbetreuer bleibt Elke Gallant. Beisitzer sind Patrick Lenz und Herbert Möller. Möller ist bereits 44 Jahre aktiv, er ist nun Ehrenmitglied. Hans-Peter Loeb wurde für 25-jährige Vereinszugehörigkeit geehrt.

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