27. September 2019, 21:08 Uhr

Neues Musikschuldomizil fertig

27. September 2019, 21:08 Uhr
Der Ensemble- und Konzertsaal ist das Schmuckstück des Gebäudes. Davon machen sich (v. l.) Musikschulleiter Ulrich Nagel, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung Jürgen Patscha, Bürgermeister Klaus Kreß, Matthias Mroncz (Fachdienstleiter Stadtplanung) und Architekt Christian Möller ein Bild. (Foto: pm)

Aus dem Gebäude Sprudelhof 11 erklingen ab dem 14. Oktober Klavier-, Querflöten- und Geigenklänge. Die Musikschule Bad Nauheim ist dort künftig auf insgesamt 1100 Quadratmetern zu finden. Pro Jahr werden dort künftig knapp 2000 Schüler musizieren. Die Umbau- und Sanierungsmaßnahme am und im ehemaligen Balneologischen Institut zwischen Kurpark und Badehaus 2 wird in diesen Tagen beendet. Im Mai 2018 hatten die Arbeiten begonnen.

Nach 16 Monaten Bauzeit sind 24 barrierefreie Unterrichtsräume, davon zwei sogenannte Elementarräume für die frühkindliche Musikerziehung, entstanden. Die Proberäume für lautere Instrumente wie Schlagzeug oder für die Blechbläser sowie Lagerräume sind im Untergeschoss eingerichtet, die für die leiseren wie Streicher im Obergeschoss. Vier Klavierräume sind im Erdgeschoss zu finden, zwischen dem Verwaltungsbereich mit Konferenz- und Lehrerzimmer und den Elementarräumen. Ein repräsentativer Ensemble- und Konzertsaal mit Parkettboden, Bühne und Platz für rund 140 Menschen im Obergeschoss ergänzt das Raumprogramm. Dabei handelt es sich um den ehemaligen Hörsaal, das Juwel des Hauses, dessen edle Holzvertäfelung und Wandfarben nach historischem Vorbild und in Begleitung eines Restaurators wiederhergestellt worden sind.

Überraschungen bei den Arbeiten

»In dem ehemaligen Institut wurden in den vergangenen Monaten Abbruch-, Entsorgungs- und Schadstoffsanierungsarbeiten durchgeführt. Es wurde komplett entkernt, Wände wurden abgebrochen, um genug Platz für die Übungsräume zu schaffen, sowie andere hochgezogen, um nicht benötigte Öffnungen zu verschließen. Dabei kamen auch einige Überraschungen zutage. So mussten Decken aufgrund nicht ausreichender Tragfähigkeit nachträglich durch Stahlträger unterstützt werden. Durch die vorgesehene Nutzung des Untergeschosses wurden außerdem eine Trockenlegung von Böden und Wänden sowie eine Abdichtung zum Erdreich notwendig. Alle Schritte haben wir eng mit der Denkmalschutzbehörde abgestimmt«, erklärt Jürgen Patscha, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung. Die historischen Fenster wurden nach ihrem ursprünglichen Erscheinungsbild aufgearbeitet oder ausgetauscht und das Dach neu gedämmt. Auf die Rohbau- folgten die Installationsarbeiten für Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektro. Der letzte Schritt, der Innenausbau, umfasste unter anderem Schallschutz und Akustik. »In einer musikalischen Bildungseinrichtung ein wichtiges Thema mit hohem Investitionsaufwand, da jeder Übungsraum unterschiedliche Anforderungen an Klang und Schallschutz erfordert. Ein Ingenieurbüro für Akustik berechnete die erforderliche Absorption und setzte die von uns empfohlenen Vorgaben für jede Instrumentengruppe um. So sind in einigen Räumen bis zu zehn Zentimeter starke Akustikplatten zu finden«, erläutert Musikschulleiter Ulrich Nagel. Der für das Projekt verantwortliche Architekt Christian Möller ergänzt: »Um eine attraktive Erschließung der Geschosse über den Hauptzugang der Eingangsrotunde zu ermöglichen und einen Kommunikationsbereich zu schaffen, wurde das nicht mehr benötigte Nottreppenhaus zurückgebaut. Um den bestehenden Aufzugsschacht wurde eine lichtdurchflutete offene Stahltreppe über alle Geschosse errichtet. Diese wird künftig als Haupterschließung der Musikschule dienen.«

Die Gesamtkosten für Umbau und Sanierung betrugen nach Angaben der Stadtverwaltung 3,4 Millionen Euro. Die Stadt investierte in das Projekt 2,4 Millionen Euro, der Wetteraukreis als Schulträger steuerte eine Million Euro bei.

Am Samstag, 19. Oktober, findet ab 15.30 Uhr ein öffentliches Einweihungsfest der neuen Musikschule im Sprudelhof mit unterhaltsamem Programm statt. Alle Interessierten sind eingeladen.

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