08. August 2019, 20:47 Uhr

Nistquartier für Vögel

08. August 2019, 20:47 Uhr
Noch steht er leer: Der alte Trafoturm am Ortsrand von Dorheim wird zum Brutquartier für Vögel und Fledermäuse. (Foto: pv)

Es hat lange gedauert, aber nun haben die Stadt Friedberg und der Naturschutzbund Friedberg einen Nutzungsvertrag über den früheren Ovag-Transformatorenturm am Dorheimer Friedhof abgeschlossen. Der NABU wird den Turm als Brut- und Aufenthaltsquartier für Fledermäuse, Schleiereulen, Schwalben, Mauersegler und andere Vögel nutzen.

Die SPD-Fraktion hatte diese Nutzungsmöglichkeit auf Anregung des NABU bereits im Juni 2018 in der Stadtverordnetenversammlung beantragt. Es waren langwierige Verhandlungen mit dem Liegenschaftsamt und dem zuständigen Dezernenten, Bürgermeister Dirk Antkowiak (CDU), erforderlich, da seitens der Stadt ursprünglich alle Instandhaltungslasten und die Verkehrssicherungspflicht dem NABU aufgeladen werden sollten. »In Niddatal und Karben wurden vergleichbare Ovag-Trafostationen ohne Vertragsregelungen von den Kommunen an den örtlichen NABU für die gleichen Nutzungszwecke wie in Dorheim übergeben«, schreibt der NABU in einer Pressemitteilung. »In beiden Kommunen war, anders als in Friedberg, von Beginn an unzweifelhaft, dass die Verkehrssicherungspflicht und die Instandhaltungslast bei den Kommunen verbleibt.«

Versicherungsfragen geklärt

Die Verkehrssicherungspflicht für den NABU Friedberg bezieht sich nun allein auf selbst durchgeführte Maßnahmen und Einbauten am und vor allem im Gebäude. Dafür ist der NABU beim zuständigen Verband versichert. Die Stadt Friedberg andererseits nimmt den Turm in die kommunale Brandversicherung auf.

Dr. Klaus-Dieter Rack hat sich als Dorheimer Ortsvorsteher und Antragsteller für die SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung von Beginn an für die nun entstandene Regelung in engem Kontakt mit dem NABU-Vorstand eingesetzt. Nun könnten die Naturschützer am Ortsrand von Dorheim »den Turm im Sinne eines praktizierten Naturschutzes im Inneren umbauen und umzunutzen beginnen«, sagte Rack, der einen Dank an Ovag-Vorstand Joachim Arnold aussprach; dieser hatte den Abriss des alten Turms nach Beendigung seiner früheren Funktion auf Racks Bitte hin verhindert.

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