27. Oktober 2017, 20:25 Uhr

Nur Geld fürs Nötigste übrig

27. Oktober 2017, 20:25 Uhr
Die Errichtung von ordentlichen Gehwegen rund ums Pflegeheim hat sich die Gemeinde Ranstadt für das Haushaltsjahr 2018 vorgenommen. Wegen der hohen Ausgaben für die Sanierung der Kläranlage bleibt wenig Spielraum für weitere Investitionen. (Foto: cat)

Der Haushalt der Gemeinde Ranstadt für 2018 ist ausgeglichen. Mehr noch: Er weist ein Plus von gut 20 000 Euro auf. Das Zahlenwerk mit einem Ertragsvolumen von erstmals über 10 Millionen Euro wurde am Dienstag von Bürgermeisterin Cäcilia Reichert-Dietzel eingebracht und zur Beratung in die Ausschüsse überwiesen.

Der Hebesatz der Grundsteuer A wird zum 1. Januar von 332 Prozent auf 380 ansteigen, für die Grundsteuer B wird ein Erhöhung von 365 auf 435 Prozent als notwendig erachtet, während die Gewerbesteuer unverändert bei 380 Prozent bleibt. Andere Gebühren werden wohl auch angehoben werden. Es werden Kredite in Höhe von 650 000 Euro aufgenommen. Die Verbindlichkeiten liegen wegen des dringend notwendigen Umbaus der Kläranlage bei rund 5 Millionen Euro.

500 Euro pro Kind und Monat

Der Stellenplan wird um eine halbe Stelle erweitert. Denn nach dem Austritt aus dem gemeinsamen Ordnungsbehördenbezirk mit Florstadt, Niddatal, Reichelsheim und Wölfersheim will man künftig gemeinsam mit Glauburg einen Schutzpolizisten einsetzen.

»Es ist in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich, einen ausgeglichen Haushalt vorzulegen«, sagte Reichert-Dietzel, die besonders ihrer Mitarbeiterin Martina Grauling dankte. Seit 2010 könne man eine solide Haushaltsführung nachweisen, trotz der allgemeinen Finanzentwicklung. Immer mehr Verwaltungsaufwand, höhere Anforderungen in den Kitas und Katastrophenschutzauflagen bestimmten die Ausgaben. Eine Änderung des kommunalen Finanzausgleichs zugunsten der kleinen und ländlichen Gemeinden stehe noch immer aus. Die Kreis- und Schulumlage summiere sich 2018 auf rund 3 Millionen Euro, somit werde ein Drittel der Einnahmen der Gemeinde direkt wieder an Land und Bund durchgereicht.

Größter Ausgabeposten bleibe mit 1,3 Millionen Euro die Kinderbetreuung. Das Land steuert 265 000 Euro bei, der Elternanteil liegt bei 304 000 Euro. Pro Kind und Monat entstehe eine Deckungslücke von rund 500 Euro, rechnete Reichert-Dietzel vor.

Investieren kann die Gemeinde wegen des rund 3,9 Millionen Euro teuren Umbaus der Kläranlage nur bedingt. Geplant sind der Endausbau im dritten Bauabschnitt im Gewerbegebiet Ranstadt/Mockstadt für 370 000 Euro und neue Gehwege rund um das Seniorenheim für rund 110 000 Euro.

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