29. Juli 2019, 20:23 Uhr

Zwei Festnahmen

Onlinebetrug: Täter erbeuten teure Kleidung

Mit einem ausgeklügelten Plan haben sich zwei Männer über Onlineshops Kleidung und andere Waren im Wert von einigen tausend Euro ergaunert. Der Hauptäter kommt aus Friedberg.
29. Juli 2019, 20:23 Uhr

Die Polizei Dillenburg ermittelt seit einigen Wochen in dem Fall von Warenkreditbetrug. Auslöser war der Fund von Paketen in einem Wald. Die Betrüger hatten über falsche Identitäten in Onlineshops eingekauft, sich die Waren zu Paketshops in Mittelhessen liefern lassen und dort mit gefälschten Vollmachten und falscher Identität abgeholt. Die Ermittlungen führten zu einem Friedberger. Eine Durchsuchung von dessen Wohnung sollte beantragt werden.

Vor einer Woche schlug dann »Kommissar Zufall« zu. Eine Zivilstreife der Autobahnpolizei kontrollierte auf der A 45 bei Sinn einen Toyota. Am Steuer saß ein 24-jähriger Mann aus Friedberg, sein gleichaltriger Beifahrer lebt in Rheinland-Pfalz. Im Auto entdeckten die Polizisten eine Vielzahl original verpackter Bekleidungsstücke. Die Männer erklärten, die Kleidung »irgendwo an einer Autobahn« erworben zu haben.

Wohnung durchsucht

Zudem fiel den Polizisten ein an eine Hermes-Station in Cölbe adressiertes Paket sowie ausgefüllte Vollmachten zum Abholen von Postsendungen auf. Als Bevollmächtigter war jemand eingetragen, dessen Personalien nicht mit denen der Kontrollierten übereinstimmte. Letztlich wurde im Fußraum eine versteckte französische ID-Karte gefunden, deren Personalien in die Vollmachten eingetragen waren. Die Karte war in Frankreich gestohlen worden. Der Toyota-Fahrer ähnelte der Person auf dem Foto.

Schnell wurde die Verbindung des Friedbergers zum aktuell in Dillenburg bearbeiteten Fall deutlich. Die Personalien der im Toyota sichergestellten ID-Karte stimmten mit denjenigen überein, die auf den Vollmachten der im Wald entsorgten Pakete zum Einsatz kamen. In der Wohnung des Friedbergers stellte die Polizei 130 Kleidungsstücke und weitere Beute sicher. Der 24-Jährige hat offenbar über falsche Identitäten oder gehakte Kontodaten im großen Stil Kleidung bestellt. Die Ware holte er an Paketshops ab, die Rechnungen landeten bei den Opfern. Der Wert der Kleidung dürfte sich auf 8000 Euro summieren.

Der Mann aus Rheinland-Pfalz legte ein umfassendes Geständnis ab, sein Komplize machte keine Angaben.

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