04. Mai 2018, 20:31 Uhr

Perlen der Chormusik

04. Mai 2018, 20:31 Uhr
Mit der Zugabe »Gottes Engel weichen nie«, begleitet vom großen Instrumentalensemble, verabschieden sich Leiter Klaus-Jürgen Teutschbein (M.) und die Mitwirkenden der ersten Bad Nauheimer Chorsängertage. (Foto: hms)

Bad Nauheim (hms). Das hätten sich die Organisatoren der ersten Chorsängertage in der Kurstadt nicht träumen lassen: Der große Saal in der Trinkkuranlage war beim Abschlusskonzert am 1. Mai bis auf den letzten Platz gefüllt. Das Publikum war begeistert von dem abwechslungsreichen Programm, das Perlen der Chormusik und edle Orchesterstücke aufreihte. Und auch der aus Halberstadt kommende Kursleiter Klaus-Jürgen Teutschbein war des Lobes voll für Bad Nauheim und die musikbegeisterten Mitwirkenden.

Fingerspitzengefühl

»Danke für die Initiative. Das ist ein Gewinn für Bad Nauheim«, kommentierte Stadtverordnetenvorsteher Gerhard Hahn das Abschlusskonzert, mit dem Chor und Instrumentalisten das Publikum überzeugten. Durch die Unterstützung der Musikschule und des Projektorchesters der Ernst-Ludwig-Schule (ELS) mischten sich nicht nur drei orchestrale Händelwerke unter die klassischen und romantischen Gesangsperlen, sondern die jungen Leute begleiteten diese auch vorzüglich in unterschiedlichen von Claudia Drechsler einstudierten Ensembles und sangen im Chor mit. Solistisch glänzten Leonie Minor, Harfe, Erich Wenge und Emma Gorgas, Violine, sowie Lilly Ehlert, Cello, in der Ouvertüre zum Alexanderfest, dem erste Satz des Concerto Grosso C-Dur und im Harfenkonzert B-Dur. Dieser Programmpunkt, geleitet von Clemens Duchardt, war das Ergebnis eines Coachingprojekts des Hessischen Rundfunks mit der ELS. Mit einem fröhlichen Maienlied startet der Chor a cappella. Es folgten drei Lieder von Joseph Haydn, ein zauberhaft zarter Chorsatz von Gabriel Fauré, gefühlvoll am Klavier begleitet von Andreas Ziegler.

Die hohe Qualität des Chores zeigte sich unter anderem in ausgefeilter Dynamik und betonter Textinterpretation. Zwischendurch blitzte Mozart auf im solistisch untermalten »Tantum Ergo« und dem hingebungsvoll gesungenen »Ave Verum Corpus«. Solistisch schwang sich die Sopranistin Yvonne Adelmann in der Messe G-Dur von Franz Schubert zu höchsten Tönen auf. Teutschbein moderierte das Konzert in liebenswürdiger Weise und erzählte so manche Musikeranekdote. Nur zweieinhalb Tage sehr intensiver Probenarbeit waren dem Konzert vorausgegangen. Zu den Chorsängertagen hatten sich mehr als 50 versierte Sängerinnen und Sänger aus dem Rhein-Main-Gebiet, Sachsen-Anhalt, Thüringen, dem Ruhrgebiet und der Wetterau zusammengefunden.

Um in der kurzen Zeit einen homogenen Chorklang zu erreichen, bedarf es viel Fingerspitzengefühls des Chorleiters.

Etwa die Hälfte der Mitwirkenden hatte in den vergangenen Jahren bereits in unterschiedlichen Konstellationen mit dem ehemaligen Professor für Chorleitung in Weimar zusammengearbeitet. Darunter auch die beiden Sängerpaare Vitéz und von Prosch, die in Bad Nauheim die Initiatoren und Organisatoren der Chorsängertage waren. Als Veranstalter konnten sie den hessischen Landesverband des Arbeitskreises Musik in der Jugend (AMJ) gewinnen. Dessen Vorsitzender, Gerhard Roth, bedankte sich bei allen und versicherte, dass die Chorsängertage jeweils im Frühjahr als feste Einrichtung in Bad Nauheim etabliert werden. »Wir kommen wieder«, so das deutliche Signal der Kursteilnehmer.

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