08. Oktober 2019, 20:08 Uhr

Recherchen gehen weiter

08. Oktober 2019, 20:08 Uhr
Der Arbeitskreis Geschichte setzt seine Aktivitäten auch nach der 1200-Jahr-Feier fort. Unser Bild zeigt fünf der zehn Aktiven: (v. l.) Alexander von Bischoffshausen, Klaus Englert, Alexander Jung, Hans-Jürgen Jung und Dieter Hahn. (Foto: cor)

Als die Mitglieder des Schwalheimer Arbeitskreises Geschichte zum 1200-jährigen Dorfjubiläum eine Chronik verfasst hatten, stieß diese auf viele positive Resonanzen. 600 Exemplare wurden gedruckt. Die Chronik mit fast 500 Seiten wurde 2017 am Kommersabend verteilt. Seitdem wurde es um den Arbeitskreis ruhiger, zumindest nach außen. Die Recherchen zur Historie Schwalheims gehen nämlich weiter. Geschichten, Bildmaterial und persönliche Erinnerungen sind weiterhin willkommen.

2011 gründete sich ein Kreis von geschichtsinteressierten Schwalheimern, um die Historie des Dorfes aufzuarbeiten. Recherchen ergaben, dass dem Ort im Jahr 2017 ein besonderes Jubiläum bevorsteht, wurde Schwalheim doch 817 erstmals urkundlich erwähnt, und zwar im sogenannten Codex Eberhardi des Klosters Fulda. Dieser Codex datiert auf 790 bis 817, wobei das Jahr 817 in einem solchen Fall für die Ersterwähnung maßgeblich ist.

Schnell kam die Frage auf, wie man dieses Jubiläum würdigen könnte. »Wir hatten sechs Jahre Zeit, um eine große Chronik zu erarbeiten«, erklärt Alexander Jung. Eine wichtige Rolle spielte der Nachlass von Wolfgang Jehner. Der ehemalige Ortsvorsteher besaß unter anderem Fotos aus dem Mai 1940. Um die Idee einer Chronik umzusetzen, wurde erstmals zu einem Abend des Arbeitskreises eingeladen, 30 Bürger kamen. »Davon sind heute noch zehn aktiv«, sagt Alexander von Bischoffshausen. Die Gruppe brachte 2012 die ersten Geschichtsheftchen auf den Weg, die den Titel »Schwälemer Sandhoas« trugen. Bis 2016 wurden darin viele Informationen über die lokale Historie vermittelt. Thematisiert wurde auch die Eingemeindung Schwalheims.

Verschnaufpause nötig

»Im Vordergrund unserer Arbeit stand aber das Heimatbuch zum Jubiläum«, sagt Alexander Jung. Parallel wurde das Festwochenende mit vielen Veranstaltungen sowie das Hof- und Gassenfest organisiert. »Nach dem Fest hatten wir erst einmal eine Verschnaufpause nötig«, ergänzt Hans-Jürgen Jung. Den Schlusspunkt der Jubiläumsaktivitäten sei mit der Baumpflanzung gesetzt worden. Alle Mitglieder des Arbeitskreises könnten stolz auf das Geleistete sein, betont Ortsvorsteher Klaus Englert. »Die Zusammenarbeit mit der Stadt war sehr gut, sei es mit der Verwaltung, dem Bauhof oder dem Ordnungsamt«, berichtet Alexander Jung.

Viel haben die Mitglieder des Arbeitskreises in den vergangenen Jahren gestaltet und organisiert: Wanderungen, Vorträge mit Zeitzeugen, Feste und den Jahreskalender. »Wir wollen das alles nach dem Jubiläum nicht einschlafen lassen«, erklärt Dieter Hahn. Die Historie Schwalheims soll weiter aufgearbeitet werden. Das Interesse ist da, doch fehlt es den Mitgliedern, die parallel in weiteren Vereinen und Organisationen aktiv sind, oft an Zeit. Willkommen sind deshalb weitere engagierte Bürger, die die Arbeit unterstützen möchten. Gesucht werden auch zusätzliche Zeitzeugen. »Unsere Historie weist immer noch Lücken auf«, sagt Alexander Jung.

Viele Einwohner erinnerten sich sicherlich an frühere Ereignisse, hätten persönliche Erinnerungen, vielleicht auch altes Bildmaterial. Gerade die NS-Zeit sei in der Chronik nur gestreift worden. Lücken, die mit dem »Schwälemer Sandhoas« geschlossen werden sollen. Neue Heftchen sind in Planung und sollen bald wieder in unregelmäßigen Abständen erscheinen.

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