10. November 2019, 17:00 Uhr

Keine Umgestaltung

Sanierung der Bönstädter Ortsdurchfahrt: Besser jetzt als gar nicht

In ihrer Sitzung am Donnerstag haben die Stadtverordneten den Eilantrag der Grünen zur verkehrssicheren Umgestaltung der Durchgangsstraße in Bönstadt abgelehnt.
10. November 2019, 17:00 Uhr
Ein Radweg, ein Fahrbahnteiler, mehr Bäume: Die Vorschläge der Grünen für die marode Bönstädter Ortsdurchfahrt finden Anklang - kommen aber zu spät. (Archivfoto: udo)

Zu groß ist die Sorge, dass durch eine weitere Verzögerung Zuschüsse des Kreises bei der Sanierung verlorengehen. Die Straße soll daher wie geplant 2020 instand gesetzt werden.

Der Eilantrag sah vor, die Ortsdurchfahrt anlässlich der vom Kreis vorgesehenen Sanierung der Fahrbahndecke gleich auch sicherer zu gestalten. Die Vorstellungen der Grünen: Am ehemaligen Sportplatz könnten ein Fahrbahnteiler geschaffen und ein Radweg eingerichtet werden. Man sollte die Gehwege zumindest an den Bushaltestellen verbreitern, Rammbordsteine installieren und Bäume pflanzen.

Der Nachteil bei einer Realisierung dieser Pläne besteht darin, dass dann ein Planfeststellungsverfahren erforderlich wäre, das drei bis fünf Jahre dauern könnte. Die Grünen hatten vor einem halben Jahr vorgeschlagen, der Magistrat möge mit den Behörden sprechen und erkunden, ob bei einer Verwirklichung der Vorschläge ein Planfeststellungsverfahren erforderlich ist. Diese Klärung ergab laut Bürgermeister Dr. Bernhard Hertel (parteilos): Ja, wäre es. Der Kreis, der Geld für eine 2020 beginnende Sanierung eingestellt hat, garantiere nicht, dass dieses auch in fünf Jahren noch vorhanden sein wird. Bei der Sanierung liegen die Gehwege in der Baulast der Kommune. 75 Prozent der Gehwegkosten sind von den Anliegern zu tragen. Über diese Aspekte hatte der Magistrat in einer Bürgerinformationsveranstaltung vor zwei Wochen informiert.

Grüne: Chance nicht verschenken

Die Sanierung der Fahrbahndecke sei ein Projekt »für die nächsten 40 Jahre« und biete eine Chance, die man »nicht leichtfertig verschenken« dürfe, begründete Markus Nikleniewicz (Grüne) den Eilantrag seiner Fraktion. Der Kreis habe den Fahrbahnteiler vor Jahren zugesagt. Die Durchgangsstraße sei breit genug für einen Radweg bis zum Schießrain. Bäume auf der Nordseite der Straße würden das Bild aufhellen und seien klimafreundlich. Der Bus müsse an den Haltestellen »zwingend auf der Fahrbahn halten«. Nikleniewicz: »Wir wollen Sicherheit für unsere Bürger und unsere Kinder.«

Die Argumente des Grünen-Sprechers leuchteten durchaus ein, doch erschreckte die meisten Parlamentarier die Vorstellung, die längst fällige Sanierung wieder auf die lange Bank zu schieben. Gerhard Einhoff (CDU) verwies auf die Sitzungen, die sich bereits mit dem Thema befasst hatten. Lange habe man auf die Sanierung gewartet, jetzt seien die Gelder da. »Wenn wir jetzt nicht zugreifen, müssen wir wieder jahrelang warten.« Achim Saßmannshausen (SPD) bedauerte, das Ideal einer sofortigen verkehrssicheren Sanierung sei nicht zu erreichen. Man müsse Lösungen suchen, für die kein Planfeststellungsverfahren, welches Risiken berge, notwendig sei. Peter Schmitz (FDP) führte aus, die von den Grünen bemängelten Verkehrsprobleme seien seit Langem bekannt und hätten vor drei oder vier Jahren in Angriff genommen werden sollen. Der richtige Zeitpunkt sei verpasst worden. »Jetzt müssen wir mit der Sache leben!«

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