06. Mai 2019, 20:42 Uhr

»Schwarzes Schaf« der große Star

06. Mai 2019, 20:42 Uhr

Nistkästen bauen, mit Schafwolle arbeiten oder Ziegen, Schafe und Lämmer streicheln – beim Streuobstwiesenfest am Samstag im Goldsteinpark gab es wieder allerlei Angebote, die besonders die kleinen Besucher erfreuten. Viele Anregungen und Informationen zum Lebensraum Streuobstwiese und auch heimische Köstlichkeiten wurden angeboten. Das einzige, was leider nicht passte, waren die niedrigen Temperaturen.

Erneut hatten der Kur- und Servicebetrieb (KuS) und die Stadtmarketing und Tourismus GmbH (BNST) zum Fest eingeladen. Mit dabei waren viele Partner: der NABU Bad Nauheim, der Imkerverein Friedberg und Umgebung, die Straußwirtschaft »Rote Pumpe«, der Landfrauenverein Nieder-Mörlen und die Goldsteinfreunde, die für ein buntes Programm und kulinarische Angebote aus der Region sorgten.

Ein Highlight für Groß und Klein war der Streichelzoo der Familien Kasch und Böscher aus Wohnbach. Von den großen und kleinen Schafen und Ziegen avancierte einer zum Liebling der Besucher: der kleine Edgar. Das schwarze Lamm ist auch zu Hause alles andere als das »schwarze Schaf« der Familie. Auf dem Hof mit offener Stallhaltung geht Edgar im Hause der Familie ein und aus. Auch auf dem Goldsteingelände erkundete er gleich die Umgebung. Edgar hatte keinen leichten Start ins Leben, da sich seine Mutter nicht um ihn kümmern wollte. »Nun fühlt er sich richtig wohl«, sagte Thomas Kasch.

Der NABU Bad Nauheim informierte Besucher ausführlich zum Lebensraum Streuobstwiese und informierte über die Altbestände der Bäume. Kleine Besucher erhielten am Stand Hilfestellungen beim Nistkastenbau. Gerhard Häcker hatte diese Aktion organisiert. Bereits seit Jahrzehnten verschwinden Obstbäume aus Gärten und Wiesen in der hiesigen Landschaft. Mit ihnen fallen auch viele der alten Sorten weg, die von unseren Vorfahren genutzt und vermehrt worden sind. Obstwiesen sind ein lebendiges Kulturerbe, das es zu erhalten gilt. Heute werden diese bedeutenden Werte wieder erkannt. Einen wegweisenden Beitrag hat hier der NABU geleistet, der die Probleme aufzeigt. Jeder könne sich engagieren, wie Mirko Franz am Stand des NABU Bad Nauheim erklärte: Obstbäume pflanzen, Patenschaften übernehmen oder aktiv mitmachen bei der Pflege. Der NABU betreut in diesem Sinne mehrere Bad Nauheimer Streuobstwiesen. Die Aktiven schneiden die Altbäume, um sie als höhlenreiche Lebensräume und in ihrer Sortenvielfalt zu erhalten, pflanzen neue Obstbäume alter Sorten, um die Bestände zu verjüngen und langfristig zu erhalten. Jüngst habe auch der Orkan, der vor gut zwei Wochen innerhalb weniger Minuten über Bad Nauheim hinweggefegt sei, große Schäden hinterlassen. »Jeder zehnte Baum der Altbestände zwischen Butzbach und Bad Nauheim wurde beschädigt oder zerstört«, sagte Mirko Franz vom NABU Bad Nauheim.

Einen Stand mit Informationen rund um Honigproduktion und Bienenzucht hielt der Imkerverein Friedberg und Umgebung für die Besucher bereit. Ein Schwerpunktthema, das stets aktuell bleibt, ist die Notwendigkeit von Blühstreifen für den Erhalt von Bestäubern. (Fotos: cor)

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