Wetterau

Schwung und Grazie auf der Bühne

Seit 20 Jahren bietet das Friedberger Ballett- und Tanzstudio »Dance-Line« dem Publikum Tanzshows auf der großen Bühne. Alle zwei Jahre stehen mit dem Ballettnachmittag »Adagio« zwei Aufführungen auf dem Programm. Mit dem Alten Hallenbad wurde hierfür die passende Location gefunden. Am Sonntag bescherten dort etwa 85 Tänzerinnen den Zuschauern ein abwechslungsreiches Programm mit klassischem Ballett und zeitgenössischen Tänzen.
29. Oktober 2019, 20:52 Uhr
Corinna Weigelt
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Zum Finale kommen alle Akteure gemeinsam auf die Bühne des Alten Hallenbades. (Fotos: cor)

Seit 20 Jahren bietet das Friedberger Ballett- und Tanzstudio »Dance-Line« dem Publikum Tanzshows auf der großen Bühne. Alle zwei Jahre stehen mit dem Ballettnachmittag »Adagio« zwei Aufführungen auf dem Programm. Mit dem Alten Hallenbad wurde hierfür die passende Location gefunden. Am Sonntag bescherten dort etwa 85 Tänzerinnen den Zuschauern ein abwechslungsreiches Programm mit klassischem Ballett und zeitgenössischen Tänzen.

Ballett, Modern Dance, Contemporary, Hip-Hop oder Stepptanz - im Tanzstudio von Marion Bischoff-Dönges werden seit 1998 die unterschiedlichsten Tanzstile unterrichtet. »Heute wird es ein wenig ruhiger«, kündigte die Inhaberin des Tanzstudios an. Das Programm zu »Adagio« biete klassisches Ballett, Modern Dance und Contemporary, eine Mischung aus Ballett und Jazztanz, und wechsle sich jährlich mit der großen Motto-Tanzshow in der Stadthalle Friedberg ab, die von allen Tanzgruppen und -kursen mitgestaltet werde.

Auch die Kleinsten begeistern

Ganz so ruhig wurde es dann aber nicht, sorgten Tanztrainerin Isabella Rosastro und ihre Schülerinnen doch mit dem Female-Dance zur Musik von Billy Eilish für einen fetzigen Auftritt. Die Tänzerinnen erhielten für ihre Jazz-Choreografie, die einen Vorgeschmack auf Halloween bot, viel Applaus und Zugabe-Rufe.

Etwa 85 Tanzschülerinnen standen diesmal für »Adagio« auf der Bühne. Auch wurden dem Publikum die involvierten Tanzpädagogen und -trainer vorgestellt. »Jeder von ihnen hat einen eigenen Stil«, wie Bischoff-Dönges erklärte. Deutlich wurde dies schließlich bei den Choreografien, die für viel Abwechslung sorgten. Großen Beifall heimsten immer wieder die jungen Tänzerinnen der Klassen ein, so auch das Vorschulballett. Dass die Kleinen teilweise erst mit dem Tanzunterricht begonnen haben, wurde nicht spürbar. Mit großer Leidenschaft, Tanzfreude und strahlenden Gesichtern präsentierten die Vier- bis Sechsjährigen das Erlernte, stolz stellten sich die jungen Balletttänzerinnen im Anschluss selbst dem Publikum vor. Die sechs- bis achtjährigen Tänzerinnen von Giovanna Guarino boten den Gästen nach ihrem Auftritt eine erste Position. Auch sie gingen nicht ohne verdienten Applaus von der Bühne.

Neue »Ü30«-Frauengruppe

Seit zwei Jahren unterrichtet Ballett- und Tanzlehrerin Arsinoe Lorei klassisches Ballett im Tanzstudio »Dance-Line«. Ihre Schülerinnen zeigten nach einem gelungen Auftritt noch spontan einen Spagat. Mit viel Energie überzeugte auch die Tanzgruppe von Maria Tsistroudi (klassischer und zeitgenössischer Tanz). Contemporary und Jazz, Funk und Ballett unterrichtet Giovanni de Bueno. Erstmals bietet der Tanzpädagoge und Choreograf auch eine »Ü30«-Frauengruppe an. Die Damen bereicherten das Programm. Lehrerin Katharina Halweg hatte mit 12- bis 14-jährigen Tänzerinnen einen Contemporary Fusion einstudiert. Der Stil vereint verschiedenste Tanzstile mit einzigartigen Bewegungsformen und verbindet diese zu etwas Neuem.

Ehe alle zum großen Finale die Bühne betraten, wurde noch einmal das Ballett in den Mittelpunkt gerückt. Ein würdiger Abschluss für ein gelungenes Programm. Hervorzuheben sind insbesondere auch die Tänzerinnen der fortgeschrittenen Klasse, die am Nachmittag im zügigen Wechsel in die unterschiedlichsten Outfits schlüpften und bis zu sechs Choreografien boten - das alles gleich in zwei Vorstellungen.

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