27. April 2018, 20:16 Uhr

Seniorenzentrum auf dem Prüfstand

27. April 2018, 20:16 Uhr
Oberhalb der Feuerwehr an der verlängerten Dr.-Werner-Stoll-Straße wird voraussichtlich am Rand des neuen Baugebietes Schießhütte II ein Seniorenzentrum entstehen. Die parlamentarischen Ausschüsse werden die Zustimmung zu den Plänen empfehlen. (Foto: hau)

Drei Tagesordnungspunkte hatten sich zwei parlamentarische Ausschüsse für ihre Sitzung am Donnerstagabend vorgenommen: Das kürzlich ins Gespräch gekommene Seniorenzentrum, das Baugebiet Schießhütte II und eine Wagenhalle für drei kulturfördernde Vereine. Nach drei Stunden standen drei Beschlussempfehlungen fürs Parlament fest.

Sie folgen weitgehend den Vorschlägen des Gemeindevorstandes, die das Parlament unlängst in den Bau- und in den Sozialausschuss verwiesen hatte. Gut vorbereitet zeigten sich die Firmen Menetatis und Immotec, die gemeinsam ein Seniorenzentrum oberhalb der Feuerwehr verwirklichen möchten. Menetatis-Gründer Mathias Neumayer und Mitarbeiterin Sandra Leps erläuterten ihre Verbundenheit mit der Region und die Projektpläne inklusive 4500 Quadratmeter großem Wunschgrundstück am Rand des neuen Baugebietes.

60 neue Pflegeplätze

Konkret geht es um 60 Pflegeplätze, 15-20 Plätze im betreuten Wohnen, 12 Plätze in einer ambulant betreuten Wohngruppe und 20 Tagespflegeplätze. Hinzu kämen Therapie- und Aufenthaltsräume, Büros, Andachtsraum, Demenzgarten, Wäscherei, Großküche und ein öffentliches Bistro. »Bei uns wird alles selbst gekocht. Auch Veranstaltungen können wir bestücken«, berichteten Neumayer und Leps.

Wie Immotec-Mitgründer Ralf Rill erklärte, pflegten die Chefs beider Firmen seit Langem eine gute Zusammenarbeit. Für Ober-Mörlen stelle er sich ein Flachdachgebäude mit drei Vollgeschossen vor. Man werde 20 bis 25 Stellplätze brauchen, eine Tiefgarage komme nicht in Betracht.

Bedenken zerstreuten die Fachleute. Die Auslastung der Pflegeeinrichtung stelle kein Problem dar, man habe den Markt gründlich erforscht. Die Lage neben Feuerwehr, Schule und Sportplatz sei optimal, erfahrungsgemäß genössen die Senioren das pulsierende Leben vor ihrer Haustür. Mit öffentlichen Bistros habe man gute Erfahrungen gemacht. Kurzzeitpflegeplätze könnten nur eingestreut werden, eine permanente Auslastung funktioniere nicht, erklärten die Experten. Für Fachpersonal sei ein neues Haus attraktiv. Gleichwohl bleibe der Personalbedarf der größte Risikofaktor.

Ein anderer Standort komme aus Verfügbarkeitsgründen nicht in Betracht Man werde den Bebauungsplan so flexibel halten, dass das Seniorenzentrum eingepflegt werden kann, erläuterten die Vertreter der Grundstücksentwicklungsgesellschaft (GEG) zum Auftakt ihres Updates zur Schießhütte II. Für den ersten Bauabschnitt habe man 93 Prozent der Grundstücke kaufen können. Für diesen Spätsommer rechne man mit dem Satzungsbeschluss.

Trotz Seniorenzentrum bleibe Platz für 28 Baugrundstücke im ersten Bauabschnitt. Der »große Wurf« folge mit dem zweiten Bauabschnitt gen Süden. Für das Gebiet müsse aber erst eine neue Entwässerungszuleitung zur Usa hergestellt werden. Grundsätzlich halte man sich mit Bauvorschriften zurück, erläuterte Planer Fischer. Fragen nach einem Konzept in Sachen Energie oder Straßenbau blieben offen.

Wagenhalle kann kommen

Auch die Wagenhalle für KG Mörlau, MCC und Traktorfreunde hinter den Vereinshallen an der Hasselhecker Straße kann kommen, wenn es nach der Ausschussempfehlung geht. In einer Sitzungsunterbrechung hatten Traktorfreunde-Vorsitzender Ingo Otto und MCC-Vorsitzender Jürgen Geck ihre Vorstellungen von einer gemeinsamen Abstellhalle vorgestellt, KG-Vorstandsmitglied Jessica Hadelko schloss sich inhaltlich an.

Angedacht ist eine Fertighalle von 600 Quadratmetern zum Materialpreis von 60 000 Euro. Hallenbau und Kosten wollen die Vereine übernehmen. Folgt das Parlament der Ausschussempfehlung, stellt die Gemeinde das Grundstück in Erbpacht zur Verfügung und übernimmt die Kosten zur Erstellung eines Bebauungsplanes (rund 5000 Euro).

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