30. Dezember 2018, 22:47 Uhr

Silvester

So feiern die Wetterauer Silvester

Es ist soweit, der Jahreswechsel steht an. Eine besondere Nacht, die viele Traditionen mit sich bringt. Doch wie begrüßen die Wetterauer das neue Jahr? Eine Umfrage auf der Kaiserstraße in Friedberg.
30. Dezember 2018, 22:47 Uhr
Viele Wetterauer schießen in der Silvesternacht keine Raketen in die Luft. Das ergab eine Umfrage. (Fotos: Schuchardt/dpa)

Ob zu Hause, im Restaurant oder in der Disko, mit Fondue oder beim Raclette: Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die Silvesternacht zu verbringen. In der Wetterau sind zwei Trends erkennbar: Silvester mit einem guten Essen in einem Restaurant feiern oder gemeinsam mit den engsten Freunden Zuhause bleiben. Diese Möglichkeiten wurden von jungen und alten Wetterauern am häufigsten genannt.

Letzteres haben auch die Friedberger Jan und Ronja Jochum, die im Oktober dieses Jahres geheiratet haben, vor. Die beiden 24-Jährigen bleiben in diesem Jahr Zuhause, auch weil eine ganze Reihe von Freunden, mit denen sie in den letzten Jahren gefeiert haben, im Urlaub oder anderweitig verhindert seien. »Wir wollen mal was ganz Entspanntes machen«, meint Ronja. Geballert werde bei ihnen auch nicht.

 

Gemütlich zu Hause

Auch Jan Friese hält nicht viel vom Silvesterfeuerwerk. Der 22-Jährige, der in einer Wohnung der Lebenshilfe Wetterau in der östlichen Altstadt lebt, meint: »Das erschreckt die Tiere und der Schwefel ist nicht gut für die Umwelt.« Zusammen mit seiner Mutter und seinem Stiefvater werde er den Silvesterabend in Kostas Musikbistro in Friedberg verbringen und dort etwas Leckeres essen.

Seine Betreuerin Julia Bernhardt feiert den Jahreswechsel dagegen mit ihrem Freund ganz gemütlich Zuhause. »Ich habe an Silvester frei«, sagt die 23-Jährige. Sie habe noch nie Geld für Silvesterfeuerwerk ausgegeben. »Mein Freund wird allerdings was in die Luft schießen«, meint die junge Frau.

Ebenfalls kein Geld für Knaller und Raketen gibt Petra Penava aus. »Ich gehe in diesem Jahr mit meinem Schatz in die Gaststätte Heike in Bad Nauheim«, meint die 56 Jahre alte Badestädterin. In den letzten Jahren sei sie aber auch schon mal alleine Zuhause gewesen. Penava: »Eine feste Silvestertradition gibt es bei mir nicht, mal so, mal so.«

 

Party in der Nachbarschaft

Dagegen feiert Reinhold Reller aus Bingenheim schon seit Jahren mit seiner Frau und zwei befreundeten Paaren aus der Nachbarschaft zusammen: »Das machen wir bestimmt schon seit 15 Jahren so«. Allerdings habe es letztes Jahr eine kleine Änderung gegeben. Erstmals seien die sechs zum Essen in die Uhrnstubb in Nidda-Wallernhausen gefahren. »Das Essen dort ist super«, erzählt der 61-Jährige. Schon lange haben die drei Paare für den Silvesterabend ihre Plätze reserviert.

»Wir bleiben Zuhause, schauen uns einen Film an und stoßen dann mit einem Glas Sekt aufs neue Jahr an. Früher waren wir oft unterwegs, aber man wird halt älter und da mag man es schon etwas ruhiger«, meinte dagegen eine fast 70 Jahre alte Kreisstädterin. Und da war sie nicht die einzige, die sich so oder so ähnlich äußerte. Bis auf eine junge Mutter: »Wir werden schlafen, wenn wir denn können und man uns lässt«, meinte sie und blickte auf den Nachwuchs im Kinderwagen.

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