22. Oktober 2019, 20:23 Uhr

»So sind wir losmarschiert«

22. Oktober 2019, 20:23 Uhr
Die Jubilarin Emmy Bruhn (M.) mit ihrer Tochter Rosemarie Luther und ihrem Sohn Hans-Joachim Bruhn. (Foto: udo)

Für Emmy Bruhn ist heute ein ganz besonderer Tag: Sie feiert ihren 100. Geburtstag. Emmy Bruhn kam als eins von fünf Geschwistern in der Nähe von Danzig zur Welt. Der Vater war Landwirt, sie lernte Hauswirtschaft. Das bedeutete schwere Arbeit auf den Höfen. 1940 heiratete sie Gerhard Bruhn, mit dem sie zwei Kinder hat. 1944 flüchtet die Familie mit den Kindern, die damals vier und ein Jahr alt waren, auf dem Schiff nach Dänemark. »So sind wir im Krieg losmarschiert«, erinnert sich Emmy Bruhn. 1947 kamen sie nach Gießen und später nach Sprendlingen. 1984 zog die Familie anlässlich des Hauskaufs nach Nieder-Wöllstadt.

Emmy Bruhn beschäftigt sich mit Handarbeiten und löst Kreuzworträtsel. Sie ist immer gerne in Gesellschaft. Gut aufgehoben fühlt sie sich beim Ortsverband des VdK, dem sie seit 40 Jahren angehört. 25 Jahre war sie im Vorstand. Dieser kommt noch alle zwei Wochen zum Frühstücken zusammen.

16 Jahre im Gesangverein

Die Frühstücker erzählen, dass der VdK-Vorstand die Dorffeste mitgestaltet, die Weihnachtsfeiern vorbereitet und die monatlichen Info-Nachmittage organisiert habe. »Emmy hat überall geholfen. Sie hat Osterhasen verpackt, Kaffee gekocht und erledigt, was man im Sitzen machen kann«, erinnern sie sich. Die Jubilarin faltete Servietten und schrieb Geburtstagskarten. Sie nahm an den VdK-Ausflügen teil, zum Beispiel nach Berlin. 16 Jahre lang sang sie bei den »VdK-Spatzen« unter Leitung von Peter Münk. Noch heute erinnert sie sich gerne an die Auftritte in Wöllstadt und Umgebung.

Aber auch die Heimat in Pommern mit den schönen Gänsen gerät bei Emmy Bruhn und ihre Kinder Rosemarie Luther und Hans-Joachim Bruhn nicht in Vergessenheit. In Nieder-Wöllstadt gefallen Emmy Bruhn »die Gemeinschaft, der Zusammenhalt, die Nachbarschaft und die enge Freundschaft«. Die Klappergasse, an der die Jubilarin wohnt, hat ihren Namen übrigens nicht vom Klapperstorch sondern von einem »Bereich, in dem in alten Zeiten Seuchenopfer einquartiert wurden, die hinter ihrer Schranke klapperten, um auf sich aufmerksam zu machen«.

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