03. Juni 2019, 20:36 Uhr

Spannender Unterricht mitten in der Natur

03. Juni 2019, 20:36 Uhr
Die Schülerinnen und Schüler haben sich bei den Nistkästen umgesehen und dabei viel gelernt. (Foto: pv)

. Die Klasse 4b der Grundschule im Ried aus Reichelsheim beobachtet die Tierwelt im Bingenheimer Ried.

Plötzlich sehen wir über unseren Köpfen zwei Greifvögel. Ein Rotmilan fliegt in Kreisen. Ein Turmfalke steht in der Luft und lauert auf Beute. Welche Tier- und Vogelarten im Bingenheimer Ried leben, das können die Schüler der Klasse 4b an diesem sonnigen Morgen mit dem Naturexperten Udo Seum vom NABU entdecken.

Tiago do Rio Paixao Santana, Tom Gehrmann und Christian Horst.

Wir treffen uns mit Seum am Eingang vom Ried. Als erstes begrüßt er uns und bittet uns danach, ganz leise zu sein. Unsere Klasse ist ruhig und lauscht den singenden Vögeln. Auf einmal hören wir deutlich einen schönen Vogelgesang. Das ist die Nachtigall. Udo Seum erklärt uns, dass sie in dichtem Gebüsch in der Nähe von Gewässern lebt. Deshalb und weil sie eine gute Tarnung hat, sieht man sie sehr selten. Aber trotzdem ist sie wegen ihres Gesangs sehr bekannt.

Danach gehen wir weiter zu den verschiedenen Nistkästen, die an einer Stallwand hängen. Dort ist viel Betrieb, weil im Moment Brutzeit ist. Jetzt kommt ein Star angeflogen, um seine Jungen mit Würmern zu füttern.

Henry Hornef und Tim Luca Linnemann

Bei den Nistkästen hat Herr Seum eine Überraschung für uns. Gerade schaut die Klasse aufgeregt in einen Eimer, um Amphibien zu betrachten. Während er die Kröten auf die Hand nimmt, erzählt er uns, dass er einen Grünfrosch, eine Wechselkröte und eine Knoblauchkröte mitgebracht hat. Der Grünfrosch ist eine sehr häufige Art. Die geschützte Wechselkröte kommt auch in Gärten und Neubaugebieten vor. Ihren Namen verdankt die Knoblauchkröte ihrem Geruch. Sie ist eine sehr seltene Kröte und der größte Bestand in Hessen ist im Bingenheimer Ried. Nachdem Herr Seum uns viel erklärt hat, setzt er die Tiere wieder in einem kleinen Bach aus.

Stella Barzantny, Fill Borse, Charlotte Koscharre und Klara Lautenschläger

Udo Seum ist Mitglied beim NABU und beobachtet Vögel seit 45 Jahren. Die Arbeit beim NABU macht ihm Spaß und er sieht die Erfolge der Arbeit im Ried. Alle gehen Richtung Beobachtungsturm. Auf dem Weg dahin sehen wir einen Teichmolch. Herr Seum erzählt uns, dass der Teichmolch und der Kammmolch an den Bahnschienen leben und dass Störche sie gern fressen. Der Kammmolch ist sehr selten. Auf dem Beobachtungsturm können wir gut das Naturschutzgebiet sehen. Es ist immer noch sehr ausgetrocknet.

Zakwan Dawalibi, Tim Dechert und Marc Glück

Der neue QR-Code

Frau Terzenbach fotografiert den QR-Code am Turm. Dann öffnet sich die Seite von www.ornitho.de. Auf der Seite können wir sehen, welche Vogelarten am 12. und 13. Mai beobachtet wurden. Es waren der Rotmilan, der Kranich, der Grünschenkel, der Mauersegler, der Teichrohrsänger und die Rohrammer. Herr Seum sagt uns, dass der Code neu am Beobachtungsstand und der einzige im Bingenheimer Ried ist. Vogelliebhaber stellen die Namen auf diese Seite.

Max Lautenschläger, Jamie Scoggins und Ergün Topac

Im Bingenheimer Ried leben über 300 Vogelarten. Die Graugans ist der häufigste Vogel. Aus dem Ausland kommen der Löffler, der Ibis und die Schwarzflügelbrachschwalbe. Viele Vögel kommen in das Ried, weil die Naturschützer es gut gestalten und es dadurch eine große Menge Wasser gibt. Die meisten Vögel können ein kleines Stück schwimmen. Enten haben Schwimmhäute. Wir laufen ein Stück weiter zur Horloff. Auf der Brücke zeigt uns Herr Seum die begradigte Seite vom Fluss mit nur wenigen Tieren. Wir drehen uns um und entdecken einen schönen kurvenreichen Fluss mit Baumstämmen und ganz vielen Tieren. Die Enten baden und sonnen sich. Nebenan watet ein Storch durch das flache Wasser. Diese Seite des Flusses hat der NABU renaturiert.

Lea-Sophie Dombrowsky, Frederike Klös und Emilia Mathis

Unsere Klasse hat viel über die Vogelwelt und die Natur im Bingenheimer Ried gelernt und wir werden nun mit der Natur besser umgehen.

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