Für Kenner und Liebhaber der Wetterauer Laientheater-Szene gehören die Aufführungen der Theatergruppe Assenheim (TGAss) mit ihren verschiedenen Gruppen immer zu den Höhepunkten eines Jahres. So auch diesmal, als fünf Jugendliche aus den Reihen des rund hundertköpfigen Ensembles (bestehend aus Bühnendarstellern und sonstigen Mitwirkenden) zusammen mit acht anderen Jugendlichen aus ganz Hessen mit ihrem selbstgeschriebenen Stück »Changes« vor ein erwartungsvolles Publikum traten. Die Regie führte Jörg Dreismann, Jugendbildungsreferent beim Verband Hessischer Amateurtheater. Zu den Gästen zählte auch Simon Isser vom Bundesverband.

In dem Stück geht es um ein Klassentreffen, bei dem alle davon erzählen, wie es ihnen in den Jahren nach dem Schulabgang ergangen ist. Einige sind bodenständig (und mitunter durchaus erfolgreich) geblieben und haben Angeberei nicht nötig, andere versuchen, durch Aufschneiderei ihre Misserfolge unter den Teppich zu kehren. Es sind sehr unterschiedliche Charaktere, die von den 13 Darstellern selbst erdacht wurden. Nur vier Wochenenden je zwei Tage hatten sie dafür Zeit gehabt, sich gegenseitig kennenzulernen, das Thema zu entwerfen und den Personen Ausdruck zu verleihen. »Die jungen Menschen können stolz sein auf ihre Leistung«, lobte Norberth Deforth, Vorstand in der TGAss und beim Verband Hessischer Amateurtheater.

»Ich fand es toll, dass die Schauspieler das Medium Film in ihr selbst gemachtes Stück eingearbeitet haben«, meinte ein 15-Jähriger, der außerhalb Hessens ebenfalls in einer Laienschauspielgruppe mitmacht. Während des Abspielens der Filmpassagen verharrten die Darsteller in ihrer Pose und lenkten somit gekonnt die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf die Rückblicke in die Zeit, als alle noch zusammen die Schulbank gedrückt hatten. Vieles hat sich seitdem verändert und fühlt sich nicht immer gut an.

Der Wandel in den Charakteren der ehemaligen Schüler lässt das Klassentreffen zu einer recht komplizierten und unerwartet spannungsgeladenen Zusammenkunft werden. So hat sich zum Beispiel Lukas (Ramon), der in der Schule mit den meisten Leuten klar kam, zu einem arroganten und überheblichen Jungunternehmer gewandelt. Zicken geblieben sind Lucia (Zoe) und Elisabeth (Lilly). Melanie (Franzi) hingegen war schon als Teenager sozial und fürsorglich eingestellt und findet in ihrem Traumberuf als Grundschullehrerin Erfüllung. Ihr Bemühen um Harmonie zwischen den ehemaligen Klassenkameraden soll nicht überall auf Gegenliebe stoßen. So findet auch der Außenseiter Tym Jones (Henrik), der immer noch bei seinem Vater lebt, nicht aus seiner Rolle heraus und bekommt die Missachtung seiner Gruppe zu spüren.

Eine bunte Mischung also, die manch ein zustimmendes Kopfnicken hervor rief.

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