28. November 2017, 19:32 Uhr

Tee, Tai-Chi und Mauer

28. November 2017, 19:32 Uhr
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Aus der Redaktion

Nihao ist chinesisch und bedeutet hallo. Dies und viele weitere Sätze und andere Fertigkeiten konnten Silvia Arora, Leonard Belz, Tabea Gruß und Stefanie Spielberger vom Friedberger Burggymnasium während ihrer 14-tägigen Reise nach Dongguan und Peking lernen. In Begleitung der Oberstudienrätin Heike Stüwe ging für die vier Oberstufenschüler ein langgehegter Traum in Erfüllung: Die Gruppe verbrachte neun Tage in Gastfamilien in Dongguan im Süden Chinas und anschließend fünf Tage in der quirligen Hauptstadt Peking.

Im Rahmen des Schüleraustauschs, an dem insgesamt 41 Schülerinnen und Schüler sowie sechs Lehrerinnen und Lehrer aus drei Wetterauer Schulen und aus einer Schule aus dem Main-Kinzig-Kreis teilnahmen, erwartete die Teilnehmer ein umfassendes Programm, um Schulsystem, Kultur und Tradition des Landes und vor allem das alltägliche Leben Gleichaltriger kennenzulernen.

An der Foreign Language School in Dongguan erhielten die Lernenden vom Burggymnasium nicht nur einen Einblick in traditionelle Unterrichtsfächer wie Chinesisch oder Englisch, sondern sie durften sich auch in Kalligrafie, Tai-Chi, Sporttanzen und in chinesischer Teezeremonie üben. Am letzten Tag an der Foreign Language School Dongguan bereiteten die chinesischen Schüler gemeinsam mit ihren deutschen Partnern Dumplings (Teigtaschen mit Fleischfüllung) zu, die anschließend von den Gasteltern und den Jugendlichen mit Genuss verspeist wurden. Nach eingängigem Studium diverser Reiseführer waren alle gespannt auf die chinesischen Gaumenfreuden – und die deutschen Gäste wurden nicht enttäuscht. Wie freundlich und offen die deutschen Schüler von den Menschen in China empfangen wurden, zeigte sich auch in den Erfahrungsberichten über das Leben in den Gastfamilien. »Die Gastfreundlichkeit war zu jedem Zeitpunkt gigantisch. Die Offenheit der Menschen hat mich stark beeindruckt«, sagte Leonard Belz.

Nach Besuchen verschiedener Schulen und Ausflügen mit den Gastfamilien reiste die Gruppe aus Deutschland weiter nach Peking. Auf neun Tage harten Schulalltags folgte ein umfangreiches Besichtigungsprogramm der Metropole. Täglich standen zwei Attraktionen auf dem Programm: Morgens ein Spaziergang auf der weltberühmten Chinesischen Mauer, nachmittags ein Besuch in der Verbotenen Stadt, tags darauf das Chinesische Nationalmuseum, nachmittags mit gefühlt einer Million anderer Touristen über den Platz des Himmlischen Friedens laufen. Weiter ging es mit dem futuristisch anmutenden Olympischen Zentrum, dem Sommerpalast, diversen Tempeln und schließlich dem Besuch des sogenannten Perlenmarktes.

Der seit zehn Jahren stattfindende Austausch, an dem das Burggymnasium zum ersten Mal teilgenommen hat, hat bei allen Beteiligten einen überwältigenden Eindruck hinterlassen. Neben Tränen zum Abschied gab es auch große Freude darüber, dass die Schüler jederzeit wieder in ihren Gastfamilien willkommen sind. Im September 2018 steht aber zunächst einmal der Gegenbesuch in der Wetterau an.



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