01. November 2019, 21:13 Uhr

Therme kann kommen

01. November 2019, 21:13 Uhr

Die neue Therme kann kommen. Einstimmig votierte das Parlament am Donnerstagabend dafür, den Bebauungsplan »Sprudelhof« aufzustellen, der neben dem Thermalbad samt Anbindung und Umgestaltung des Badehauses 2 den Bau eines Hotels und von Tiefgaragen vorsieht. Auf 40 Millionen Euro wird der Investitionskostenanteil geschätzt, der auf die Stadt entfällt. Hotel und Stellplätze sollen von einem privaten Investor finanziert werden. Der vage Zeitplan sieht einen Baubeginn im Sommer kommenden Jahres vor, Einweihung soll Mitte oder Ende 2022 gefeiert werden.

Nur die Grünen enthielten sich der Stimme. Warum, erklärte Stadtverordneter Dr. Martin Düvel. Seine Fraktion wende sich gegen eine Anbindung des Badehauses 2, das den gesamten Wellnessbereich inklusive Sauna beherbergen soll. In der jüngsten Bauausschusssitzung hatte Düvel die Mehrkosten, die dadurch entstünden, auf rund 10 Millionen Euro beziffert, zumal eine neue Bleibe für die städtische Spielstätte und das TAF gefunden werden müsse. Auch aus ökologischer Sicht sei die vorgesehene Nutzung des Jugendstilgebäudes nicht angebracht. Weil eine vernünftige Dämmung nicht möglich sei, müsse mit einem enormen Energieverbrauch gerechnet werden.

Platz für Hotel geschaffen

Andere Redner wischten die Bedenken der Grünen nicht sofort vom Tisch. »Auch ich habe die Anbindung immer kritisch gesehen. Es ist aber planerisch gelungen, die Sauna dort komplett unterzubringen. Der Therme-Neubau wird somit kleiner, und es entsteht Platz für das Hotel«, sagte Bürgermeister Klaus Kreß. Dadurch werde die Attraktivität des Thermalbads gesteigert, was wiederum die Wirtschaftlichkeit positiv beeinflusse.

Markus Philipp ging noch einmal auf die Vorgeschichte der Planung und den erheblichen Widerstand gegen die ursprünglich vorgesehene Wohnbebauung ein. Der UWG-Stadtverordnete sprach von einem »harten und holprigen Weg«. Wie sich an dem Beispiel Sprudelhof gezeigt habe, gebe es für Entscheidungsträger die Möglichkeit, das Ziel auf diesem Weg zu verändern.

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