03. Juni 2017, 12:58 Uhr

Juni-Playmate

Traum erfüllt: Bad Nauheimerin im »Playboy«

Es war ihr großer Traum: Die 21-jährige Bad Nauheimerin hat ihn sich erfüllt: Isabella Schulz ist Juni-Playmate im »Playboy«. Ihre Familie findet es toll, aber es gibt auch Neider.
03. Juni 2017, 12:58 Uhr
Das Lieblingsfoto von Isabella Schulz: Im roten Bikini am Strand von Fuerteventura. (Fotos: Thomas Fiedler für Playboy Juni 2017)

Junge Frauen haben Träume. Top-Model bei Heidi Klum werden vielleicht. Oder bei Dieter Bohlen Superstar. Oder wenigstens mal bei einer Miss-Wahl bewerben. Isabella Schulz hat schon seit Längerem einen etwas forscheren Traum gehabt: Sie wollte in den »Playboy«. Das heißt: erotische Fotos mit wenig an – und mit nichts an.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, sich beim »Playboy« zu bewerben?

Isabella Schulz: Den »Playboy« fand ich schon immer sehr ästhetisch und die Frauen attraktiv. Ich wollte mich einfach beweisen.

Und wie war es dann?

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Der »Playboy« hatte eine »Surfergeschichte« für das Shooting entwickelt. (Foto: Thomas Fie...

Schulz: Für den »Playboy« vor der Kamera zu stehen war die tollste Erfahrung meines Lebens. Das Fotoshooting war auf Fuerteventura. Sehr schön. Wir hatten tolles Wetter, das Team war großartig. Das Shooting ging über zwei Tage mit jeweils acht Stunden. Die Zeit ging so schnell rum. Ich habe mich in meinem Element gefühlt, obwohl es anstrengend und anspruchsvoll war. Aber es fühlt sich richtig und gut an.

Für den "Playboy" vor der Kamera zu stehen war die tollste Erfahrung meines Lebens

Isabella Schulz

Es ist ungewöhnlich, dass sich eine junge Frau ohne Vorerfahrung und damit von null auf hundert in das Männermagazin katapultiert. Für die 21-jährige Bad Nauheimerin war es ein Wagnis. Sie selbst sei eine eher unauffällige Schülerin gewesen. Unsicher. Nicht die große Wortführerin. Eigentlich wollte sie sich schon früher bewerben. Doch erst nachdem sie ihre Ausbildung beendet hatte, kam für Isabella Schulz der richtige Zeitpunkt. »Da habe ich gedacht, jetzt mache ich das, was ich möchte, und gehe meinem Traum nach.« Ja, und Isabella Schulz wollte bestimmten ehemaligen Mitschülerinnen, »die viel von sich gehalten haben«, zeigen, was sie draufhat. Kleine Retourkutsche, sie sagt: »Anbei: Liebe Grüße an die Ladys!«

Im Sommer 2016 hatte sie die Bewerbung abgeschickt. Viel Hoffnung hatte sie sich ohnehin nicht gemacht. Es war einfach ein Versuch, auf gut Glück. Dann der Anruf. Sie wurde zum Casting nach München eingeladen. Dort muss die ehemalige Stadtschülerin einen guten Eindruck hinterlassen haben: Sie bekommt den »Job«.

 

Wie haben Sie sich auf das Foto-Shooting vorbereitet?

Schulz: Es war für mich das erste Mal. Ich bin völlig unvorbereitet nach Fuerteventura geflogen.

Auch kein Fitness-Training oder so was?

Schulz: Ich hatte bisher Glück mit meiner Figur. Ich kann eigentlich essen, was ich will, und nehme nicht zu. Aber klar, so ein bisschen joggen, das habe ich schon gemacht. Ich bewege mich allgemein recht viel. Ich bin Arzthelferin. Da ist man eigentlich immer auf den Beinen.

Wie lief das dann vor den Aufnahmen?

Schulz: Ich habe vor Ort gleich mit der Chefredakteurin gesprochen. Sie hat ein paar Fotos gemacht, wir sind meine Maße durchgegangen. Ich habe von mir erzählt. Das war alles recht spontan.

Hatten Sie irgendeinen Einfluss darauf, welche Fotos gemacht wurden?

Schulz: Ja, ich hatte Einfluss. Das Team hat eine Surfergeschichte auf mich zugeschnitten. Da habe ich ganz gut reingepasst. Fotograf Thomas Fiedler hat dann wirklich fantastische Fotos geschossen.

Ich hatte bisher Glück mit meiner Figur. Ich kann eigentlich essen, was ich will, und nehme nicht zu

Isabella Schulz

Haben Sie ein Lieblingsfoto?

Schulz: Nein. Eigentlich mag ich alle. Das im roten Badeanzug vielleicht.

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Dieses Foto ist auf dem Bad Nauheimer Johannisberg entstanden. (Foto: pv)

Die Fotos haben für große Aufmerksamkeit gesorgt. Die »Bild«-Zeitung hat der 21-Jährigen fast eine ganze Seite gewidmet. Im Internet finden sich zahlreiche Berichte über »Miss Juni«. Auch in den sozialen Netzwerken ist die junge Bad Nauheimerin präsent und Thema. »Hübsch. Aber ihr Hintern hat es mir echt angetan«, hat einer geschrieben. Na ja. Andererseits ist ein intellektueller Diskurs über den Charakter der jungen Frau an dieser Stelle auch nicht zu erwarten. Das weiß Isabella Schulz natürlich. Und nimmt es gelassen. Das gehöre dazu.

Wie hat es Ihre Familie aufgenommen?

Schulz: Jeder wusste es aus meiner Familie. Die sind alle stolz auf mich.

Und die Bekannten oder die ehemaligen Schulkameraden von der Solgrabenschule und der BSG. Was haben die gesagt?

Schulz: Die sind alle geschockt. Weil ich immer so sehr zurückhaltend war. Es hat wohl keiner damit gerechnet, dass ich das überhaupt mache und erreiche.

Wieso, wegen Ihres Aussehens, oder wegen des Typs?

Schulz: Ich meine das generell. Ich war früher ziemlich unsicher. Und es hat auch ein bisschen gebraucht, dass ich mich eben selbst attraktiv fühle. Das ist für mich eine große Bestätigung.

Gab es negative Kommentare oder Missgunst?

Schulz: Ja. Das auch. Es gab Sprüche wie »Das hätte ich an deiner Stelle nicht gemacht« oder solche Sachen. Auf jeden Fall hört man den Neid heraus. In meinem engerer Bereich ist das aber kein Problem. Sie haben mich unterstützt. Das ist der engste Kreis. Und die anderen brauche ich nicht.

Die Macher des Magazins kümmern sich um ihr Juni-Playmate und unterstützen es. Im November folgt noch ein gemeinsames Foto-Shooting mit allen Play-mates. Dann könnte die 21-Jährige ihren Traum toppen: Es wird das Playmate des Jahres ermittelt. Eine Abstimmung unter den Lesern des »Playboys« zwischen den zwölf Playmates.

 

Playmate als extrem hoher Einstieg ins Geschäft. Wie geht es weiter?

Schulz: Das war mein Traum, mein Ziel. Das habe ich erreicht. Jetzt möchte ich aber auch gerne Playmate des Jahres werden. Da öffnen sich viele Türen. Ich schaue einfach mal, was sich ergibt.

Ich war früher ziemlich unsicher und es hat auch ein bisschen gebraucht, dass ich mich eben selbst attraktiv fühle

Isabella Schulz

Haben Sie Pläne für die Zukunft, wollen Sie weiter in Ihrem Job arbeiten?

Schulz: Ich bin Arzthelferin. Das nennt sich mittlerweile medizinische Fachangestellte. Ich sage immer noch Arzthelferin. Also, ich bin in der plastischen Chirurgie. Das macht mir alles viel Spaß. Aber wenn ich in Zukunft Richtung »Playboy« weitermodeln darf, wäre das auch was Schönes.

Als »normales« Model?

Schulz: Ich bin für vieles offen. Es gibt verschiedene Branchen. Ich würde in den Bereich Dessous oder Akt gehen, aber gerne auch klassisches Fashion-Modeln. Ich nehme das an, was mir zusagt. Aber ich kann nicht sagen, was nun überhaupt kommt oder was nicht. Ich weiß es nicht; bin aber offen. Einfach schauen. Ich habe noch nicht wirklich darüber nachgedacht, was wird.

Eine Weiche hat Isabella Schulz in Sachen Zukunft bereits gestellt. Sie wird von Ober-Mörlen nach Frankfurt ziehen. Ihr Freund lebt dort, sie arbeitet dort. Die schlechteste Stadt, um in ihrem Genre weiterzukommen, ist die Mainmetropole ohnehin nicht. Leicht fällt es der 21-Jährigen nicht. »Bad Nauheim ist und bleibt meine Heimat.

« Dort lebt ein Teil der Familie, die meisten Freunde, hier ist sie zur Schule gegangen. Überhaupt, die Eltern: »Ich liebe meine Mama und meinen Papa über alles. Sie haben mich immer vorbehaltlos unterstützt. Bei allem«, sagt Isabella Schulz. Zum 18. Geburtstag hat sie sich, auch als Zeichen der Wertschätzung, das Geburtsdatum der Mutter in römischen Zahlen seitlich auf die Hüfte tätowieren lassen. Auf dem linken Unterarm steht »Existimare et vivere«, das Leben wertschätzen. Weitere Tattoos sollten vielleicht nicht dazukommen. Ist nämlich auch nicht bei jeder Dessous-Marke angesagt. Andererseits: An Mut, ungewöhnliche Wege zu gehen, fehlt es der jungen Dame nun wirklich nicht.

Info

Großer Traum: Playmate des Jahres
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Einen Wunsch im Zusammenhang mit dem Playboy hat Isabella Schulz. Sie möchte Playmate des Jahres 2017 werden. Dazu gibt es eine Wahl unter den Playboy-Lesern, die zwölf Monats-Playmates zur Auswahl haben. Das Voting findet online statt. Es kann also jeder mitmachen, der auf www.playboy.de geht.
Isabella Schulz hofft auf Unterstützung aus ihrem Freundes- und Followerkreis – und natürlich aus ihrer Wetterauer Heimat. Sie selbst betreibt ein wenig Eigenwerbung auf Facebook und Instagram. (https://m.facebook.com/isabellalauraschulz oder www.instagram.com/_isabellaschulz/).

 

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