25. Oktober 2019, 19:38 Uhr

Unfallschwerpunkt: Neuer Belag nötig

25. Oktober 2019, 19:38 Uhr

Kaum hatte der städtische Verkehrsdezernent Peter Krank die Installation von »Starenkästen« am Ortseingang von Steinfurth angekündigt, ließ Hessen Mobil dort eine 400 Meter lange »Tempo-30-Zone« ausschildern. Das Vorgehen beider Behörden war offenbar nicht richtig abgestimmt, wie Krank auf Nachfrage des CDU-Stadtverordneten Oliver von Massow in der gemeinsamen Sitzung des Bau- sowie des Haupt- und Finanzausschusses am Donnerstag durchblicken ließ. Wie berichtet, hat sich der Ortseingang aus Richtung Kernstadt zum Unfallschwerpunkt entwickelt, zwischen November 2018 und März 2019 waren dort 13 Autofahrer verunglückt.

Nach Geschwindigkeitsmessungen, die eine Vielzahl von Verstößen gegen die bis dahin gültige 50-km/h-Vorschrift ergaben, hatte der Erste Stadtrat kürzlich auf WZ-Anfrage erklärt, dass er an dieser Stelle das baldige Aufstellen der ersten stationären Blitzer im Stadtgebiet für notwendig hält. Eine Absprache mit Hessen Mobil und Polizei war allerdings noch nicht erfolgt. »Kaum hatte ich mit der WZ gesprochen, erhielt ich eine Nachricht von Hessen Mobil, in der das sofortige Aufstellen von Tempo-30-Schildern angekündigt wurde«, berichtete Kreß im Ausschuss. Tatsächlich standen die Schilder einen Tag später. Laut Krank war zunächst unklar, bis wohin Tempo 30 gilt, deshalb besserte die Landesbehörde nach.

Da es sich bei der Bad Nauheimer Straße um eine Landesstraße handelt, ist Hessen Mobil zuständig. Nach Angaben des Verkehrsdezernenten hat die Behörde bei Untersuchungen festgestellt, dass der Straßenbelag am Ortseingang nicht mehr griffig genug ist. Einige der Unfälle kamen den Verantwortlichen zunächst rätselhaft vor, Krank zufolge dürfte der schlechte Zustand der Fahrbahndecke der Grund gewesen sein. Noch in diesem Jahr soll der 400 Meter lange Abschnitt einen neuen Belag erhalten. Die »Starenkästen« werden voraussichtlich trotzdem installiert, danach könnte die Tempo-30-Regelung wieder aufgehoben werden.

Kritik an Hessen Mobil übte Markus Theis (UWG). »Es ist bedenklich, dass die Behörde trotz der vielen Unfälle so lange prüft und ein halbes Jahr nichts passiert.« Auch aus Sicht von Krank »unverständlich«, er habe die Untersuchung mehrfach angemahnt.

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