20. Februar 2019, 19:11 Uhr

Vergabemodalitäten vertagt

20. Februar 2019, 19:11 Uhr
Das Neubaugebiet »Schießhütte II« schließt direkt an das bereits bebaute Gebiet »Schießhütte I« an. (Archivfoto: hau)

Große Themen hatte sich das Gemeindeparlament für seine Sitzung am Dienstag vorgenommen: Haushalt, Neubaugebiet, Sport- und Kulturhalle, Lärmschutz und Flüchtlingshilfe. Die Sitzung begann mit der Vertagung eines mit Spannung erwarteten Tagesordnungspunkts: Über die Vergabemodalitäten für Baugrundstücke im Neubaugebiet »Schießhütte II« wird das Parlament am 28. März abstimmen.

Bis dahin wollen sich Gemeindevorstand und Fraktionsvorsitzende in einer nicht öffentlichen Sitzung auf Vergabemodalitäten geeinigt haben. So wurde es in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses beschlossen, nachdem man sich dort auf eine Liste von Auswahlkriterien und eine mögliche Gewichtung nicht hatte einigen können.

80 Bauplätze im zweiten Abschnitt

Von der Vertagung nicht berührt wurde der Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan Schießhütte II/erster Bauabschnitt, den fassten die Gemeindevertreter am Dienstag einhellig. Mit seiner Veröffentlichung tritt er in Kraft. »Wir freuen uns, dass es losgehen kann«, sagte Holger Reuß (CDU). Junge Familien könnten dort ihr Nest bauen, wies er auf 16 Bauplätze im ersten Bauabschnitt plus Gebiet für ein Seniorenheim hin und bedauerte zugleich die Baulücken im Dorf.

Auf 25 Bauplätze im ersten Abschnitt kam Achim Glockengießer (SPD). Sobald die Infrastruktur ertüchtigt sei, werde sich der zweite Bauabschnitt mit 80 Bauplätzen zügig anschließen. »Dies ist ein guter Tag für Ober-Mörlen, auch wenn die Vergaberichtlinien noch nicht fertig sind«, sagte er. Froh über den Fortschritt und die im Vergleich zu Bad Nauheim günstigen Baulandpreise zeigte sich Jürgen Schneider (FWG).

Einstimmig votierten die Abgeordneten auch für die Aufstellung eines B-Plans im zweiten Bauabschnitt. Dort soll ein Wohngebiet entstehen, im Anschluss an die Hasselhecker Straße ein Mischgebiet. Von einer »logischen Weiterentwicklung des Baugebiets« sprach Holger Reuß und begrüßte den flotten Fortschritt. Als »notwendigen zweiten und zugleich großen Schritt« bezeichnete Joachim Reimertshofer (SPD) den Beschluss. Schneider plädierte dafür, möglichst schnell Richtlinien zu finden, um »ohne Tricksereien« die Grundstücke an Menschen zu geben, die sie bezahlen könnten.

Ohne Diskussion stimmten die Gemeindevertreter schließlich auch für ein von der CDU vor Jahresfrist beantragtes Energiekonzept fürs neue Neubaugebiet. Im Bauausschuss hatten örtliche Energieversorger ihre Vorschläge unterbreitet. Ziel soll laut Empfehlung des Ausschusses sein, »im Zuge der Bebauung eine umweltgerechte und energiesparende Energie- beziehungsweise Wärmeversorgung zu ermöglichen, welche die aktuellen gesetzlichen Anforderungen erfüllt und für die Nutzer auch wirtschaftliche Vorteile bringt«. Das Konzept stelle sie zufrieden, unterstrich Dr. Matthias Heil (CDU). Wärmepumpen, wie sie allerorten neben den Häusern zu finden seien, entfielen damit. Das zukunftsorientierte Konzept sehe Nahwärme aus Blockheizkraftwerken für größere Gebäude wie das Seniorenzentrum vor; kleinere Gebäude könnten von Erdgas und Brennstoffzellen profitieren. Ein mögliches »Contracting« liege natürlich in den Händen der Bauherren.

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