Blumen brauchen bekanntlich Wasser, um gedeihen zu können. Am besten natürlich in Form von Regen, von dem es in den letzten Wochen viel zu wenig gab. Doch als der Gesangverein Frohsinn am Samstagnachmittag seine Blumenpyramide auf dem Dorfplatz »Plan« einweihen wollte, regnete es kräftig.

Es handelte sich um die offizielle Eröffnung der Feierlichkeiten zum Doppeljubiläum »150 Jahre Gesangverein Frohsinn 2019 und 50 Jahre Musikzug 2020«. Der geplante kleine Umzug mit Start vom Gründungshaus des Vereins, der heutigen katholischen Kindertagesstätte, wurde aufgrund des Wetters kurzerhand abgesagt. Gefeiert wurde im Hof des Anwesens der Familie Meuser am »Plan«. Unter dem Vordach der Scheune fanden die Musikzugmitglieder ebenso einen trockenen Platz wie die beiden Fahnen des Vereins und die Musikzugstandarte. Gut 100 Vereinsmitglieder trotzten gut beschirmt dem Nass von oben, ebenso wie Bürgermeister Dirk Antkowiak, zugleich Schirmherr des Doppeljubiläums, und Ortsvorsteher Günther Weil.

Nach dem ersten Stück des Musikzugs unter der Leitung von Detlev Breitenbach eröffnete Frohsinn-Vorsitzende Johanna Ascher mit einem kurzen Blick zurück in die abwechslungsreiche Vereinsgeschichte den offiziellen Teil. »Im Wesen der Musik liegt es, Freude zu bereiten«, zitierte die Vorsitzende den griechischen Philosophen Aristoteles. »Er hat Recht, Musik spendet Freude, dem, der sie macht, und dem, der sie hört. Das ist es, was anspornt, damals wie heute.«

Das 150-jährige Jubiläum sei »schon eine ganz tolle Sache«, sagte die Vorsitzende. Die lange Historie ist für Ascher der Beweis, »wie vital und anpassungsfähig der Frohsinn war und ist«. In gereimten Versen erläuterte sie die Geschichte der Blumenpyramide: »Die Idee stammt von Heinz Klein und ist ganz famos, die Freude im Verein darüber groß.« Ascher übergab dem Ehrenvorsitzenden Heinz Klein, der sich künftig um die Blumen kümmern will, eine Gießkanne.

Klein erinnerte daran, dass bereits beim 125-jährigen Jubiläum die damalige Verkehrsinsel vom Frohsinn verschönert worden war. »Auf dem ›Plan‹ sind außer dem Baum des Obst- und Gartenbauvereins nur Platten. Der Platz braucht Grün und Farbe«, betonte Klein.

In der Weihnachtszeit wird die von Vereinsmitglied Reinhard Hutter gebastelte Pyramide abgebaut, um Platz für den Weihnachtsbaum zu machen. Bürgermeister Antkowiak versprach, zu allen Jubiläumsveranstaltungen ins Kirschendorf zu kommen. »Wir Ockstädter können feiern«, meinte Ortsvorsteher Günther Weil in seinem kurzen Grußwort.

Die anwesenden Chormitglieder sangen unter der Leitung von Hermia Schlichtmann ein Lied. Beim anschließenden Umtrunk hörte es dann auf zu regnen, so dass auf dem Dorfplatz auf das 150-jährige Bestehen angestoßen werden konnte.

Nächster Höhepunkt im Doppeljubiläumsjahr ist das Konzert mit Chor und Orchester am 27. Mai in der St.-Jakobus-Kirche. Der Festkommers wird am Samstag, 15. Juni, im Bürgerhaus Ockstadt veranstaltet. Mehr Infos gibt es im Internet unter www.frohsinn-ockstadt.de.

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