Wetterau

Viele Vögel zwitschern in Biotopen - aber nicht im Feld

Zur Vogelstimmenwanderung nach Steinfurth hatten der Bad Nauheimer Umweltbeauftragte Rudi Nein und der BUND Rockenberg eingeladen. Mehr als zwei Dutzend Zuhörer kamen und wurden auf die Vogelstimmen aufmerksam gemacht. Außerdem gab es Informationen darüber, was zum Rückgang der Vögel- und Insektenpopulation beigetragen haben könnte.
17. Juni 2019, 20:43 Uhr
Redaktion
Mehr als zwei Dutzend Gäste haben während einer Tour rund um Steinfurth den Vogelstimmen gelauscht. 	(Foto: Hipke/pv)
Mehr als zwei Dutzend Gäste haben während einer Tour rund um Steinfurth den Vogelstimmen gelauscht. (Foto: Hipke/pv)

Zur Vogelstimmenwanderung nach Steinfurth hatten der Bad Nauheimer Umweltbeauftragte Rudi Nein und der BUND Rockenberg eingeladen. Mehr als zwei Dutzend Zuhörer kamen und wurden auf die Vogelstimmen aufmerksam gemacht. Außerdem gab es Informationen darüber, was zum Rückgang der Vögel- und Insektenpopulation beigetragen haben könnte.

Mit Dr. Hubertus Hipke aus Rockenberg, bekannt durch die von ihm betreute Internetseite www.klosterwiesen.de, hatten sich die Veranstalter weiteren Sachverstand eingeladen. Der Weg der Wanderung begann am Friedhof Steinfurth und führte durch einen Teil der für die Vogelwelt idealen Biotope. Neben Schwalben, Kuckuck und den Grasmücken waren die Stimmen von weiteren 25 Vogelarten zu hören.

Hoch über Steinfurth hatten die Teilnehmer einen Blick über die Feldflur. Man konnte ermessen, dass die dortigen Strukturen keinen idealen Lebensraum bieten. Der Rückgang von 55 Prozent der Feldvögel und 75 Prozent der Insekten in den vergangenen Jahrzehnten seien auch auf die Veränderung der Landschaft und der Bearbeitung der Flächen zurückzuführen.

Während der Tour seien in der Feldflur keinerlei Vögel zu sehen und zu hören gewesen. »Nicht einmal eine Feldlerche«, heißt es in der Mitteilung von BUND und Umweltbeauftragtem.

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