17. Juni 2019, 19:46 Uhr

Vielfältiges Gitarrenkonzert in der Bönstädter Kirche

17. Juni 2019, 19:46 Uhr
Cornelia Preiser (l.) und Xenia. (prs)

Es war nicht nur ein musikschulisches Pflichtprogramm, das Jahreskonzert der Gitarrenklasse von Cornelia Preiser von der Musikschule Assenheim, es war auch eine kulturelle Veranstaltung: Schon bei den Beiträgen der Kleinsten konnte man hören, was der Gitarrenlehrerin wichtig ist: Musik ist mehr als richtige Töne zur richtigen Zeit. Musik lebt von Klangfarben, Dynamik und zeitlicher Strukturierung, vom sensiblen Ausdruck der in den Kompositionen verarbeiteten Inhalte und Gefühle. Die Stücke der jüngeren Schülerinnen und Schüler stammten aus bewährten Unterrichtswerken von Teuchert, Linnemann, Krug und Hartog: Kompositionen oder Arrangements von leicht bis anspruchsvoll, teils gefällig, teils spannungsgeladen und immer musikalisch gehaltvoll. Sie waren dazu da, Freude am Musizieren und beim Zuhören zu wecken. Tatsächlich schaffte es das Programm, in der Zuhörerschaft, von den kleinen Geschwistern und Freunden, über Eltern, Tanten bis hin zu den Großeltern, Aufmerksamkeit und Spannung über eine ganze Stunde aufrechtzuerhalten. Neben Solostücken präsentierten auch die ganz Kleinen schon Duos gemeinsam mit ihrer Lehrerin.

Die älteren Schülerinnen und Schüler und die Erwachsenen demonstrierten als Solisten, Duo oder Trio mit anspruchsvollen Werken aus der klassischen Gitarrenliteratur von Telemann, Boismortier, Carulli und Villa-Lobos, welche fingerfertige Vitalität und Virtuosität, ausdrucksstarke Dynamik und raumfüllende Klangqualität aus den Gitarren herauszuholen ist.

Alle musikalischen Entwicklungsstufen waren in das Programm aufgenommen worden: Nach nur drei Wochen Unterricht durfte die kleine Maja ein Lied vortragen und sich dabei auf ihrer kleinen Gitarre begleiten; die junge Xenia konnte eine eigene gefällige Komposition »Frühling« spielen, während das Erwachsenentrio Jan, Jancita und Ruben mit zwei barocken Sonatensätzen von Boismortier das gesamte Programm musikalisch perfekt einrahmten.

Zum Schluss des Konzertes aber waren alle Musikerinnen und Musiker gleich: Alle erhielten als »Honorar« ihren traditionellen Notenschlüssel aus Hefeteig.

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