07. Juni 2019, 20:27 Uhr

Vor dem ganz großen Auftritt

07. Juni 2019, 20:27 Uhr
»Dead Octopus« haben geprobt, was das Zeug hält (v. l.): Elliot Ross, Stav Oppenheimer (verdeckt), Daniel Santos, Alex Blenk und Nigel Chambers. Sänger Stav und Gitarrist Daniel aus Rosbach sind in ihrem Element. (Fotos: rin)

Alex, Daniel, Stav, Elliot und Nigel sind »Dead Octopus«. Die fünf Jungmusiker aus Bad Vilbel haben am heutigen Samstag ihren ersten großen Auftritt als Band. Auf der Bühne des Quellenfests wollen sie mit ihren rockigen Songs das Publikum begeistern. Wer ihnen bei den Proben lauscht, weiß, die Chancen stehen gut. Dabei gibt es die Band erst seit wenigen Monaten.

Wer träumt als junger Mensch nicht davon, einmal als echter Rockstar auf der Bühne gefeiert zu werden? Die fünf Jungs der Band »Dead Octopus« tun es jedenfalls nicht. »Ob das was wird, muss man sehen«, sagt Gitarrist Alex Blenk abgebrüht. Talent und Realismus schließt sich für die Jungmusiker nicht aus.

Erst seit Anfang des Jahres spielt das Quintett zusammen. Kennengelernt haben sie sich an der Europäischen Schule Rhein-Main (ESRM), ein Musikprojekt würfelte sie schließlich zu einer Band zusammen. Seitdem haben sie sich dem Rock verschrieben und konnten bereits einen großen Erfolg verbuchen: Nach einigen kleineren, schulinternen Konzerten dürfen sie bei der Eröffnung des Quellenfestes auftreten.

Sehr, sehr laut

»Die Nachricht war ein kleiner Schock«, erinnert sich Bassist Nigel Chambers. Seit die Zusage zu diesem ersten großen Auftritt kam, heißt es daher üben, üben, üben. Denn das Repertoire der jungen Band ist noch überschaubar. Drei Songs mit Text und drei instrumentale Stücke haben die Jungrocker bereits einstudiert. Wie sich das für ihre Generation gehört, erlernen sie all ihre Lieder autodidaktisch über YouTube oder googeln die Gitarrenakkorde. Der Rest fügt sich bei den gemeinsamen Proben.

Eigentlich finden diese in der Schule statt, doch just in den Wochen vor dem Quellenfest ist das schuleigene Schlagzeug in ein Theaterprojekt involviert. So muss die Band ausweichen. Fündig wurde sie im Musikzimmer der Familie des Schlagzeugers Elliot Ross in Schöneck-Kilianstädten. Dort, inmitten des engen und historischen Ortskerns, ist es vorbei mit der Ruhe, denn wenn »Dead Octopus« in die Saiten hauen, wackeln die Wände. Krawallig wird es jedoch nicht, die Jungs achten auf viele Details und wollen überzeugen. Und natürlich Spaß haben: »Das ist das Wichtigste«, sind sie sich einig. Einen Frontmann, das betonen die fünf immer wieder, gäbe es nicht. Gittarist Alex Blenk ist zwar der Erfahrenste der Truppe, doch obwohl der 15-jährige Bad Homburger bereits seit neun Jahren Gitarre spielt, weist er diese Rolle von sich. Sein Mitgitarrist Daniel Santos muss sich auch in keinster Weise hinter ihm verstecken und zaubert schon bei den Proben das eine oder andere bombastische Solo in die Saiten - nach einem Jahr Gitarrenerfahrung. Neben dem 16-jährigen Rosbacher steht der 15-jährige Sänger der Band und wartet auf seinen Einsatz. Stav Oppenheimer aus Frankfurt stieß erst vor vier Wochen zur Band, um den vorherigen Sänger zu ersetzen. Doch längst wirkt er wie ein eingeschworener Teil der Gruppe. »Ich ein typischer Unter-der-Dusche-Sänger«, erzählt er. Erst seit Kurzem habe er Gesangsunterricht, doch schon jetzt beweist er, dass seine Stimme auch einen Konzertsaal füllen könnte.

Obwohl alle fünf fließend Deutsch sprechen können, wechseln sie bei den Proben immer wieder auch ins Englische: »Das ist bei uns an der Schule einfach so«, erklären sie. Der 17-jährige Elliot und der drei Jahre jüngere Nigel stammen aus englischsprachigen Familien, Daniel aus einer holländischen Musikerfamilie. Optisch sind die fünf jungen Männer keiner Musikrichtung zuzuordnen, lediglich zwei Langhaarfrisuren deuten auf Rockmusik hin. Als Band versuchen sie dann, einen Kompromiss zu finden. Nur eines muss die Musik sein: Laut, sehr laut.

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