16. April 2019, 18:51 Uhr

Wetterauer Schul- und Soziallandschaft geprägt

16. April 2019, 18:51 Uhr
Lisa Gnadl dankt »einem der prägendsten Gesichter der Wetterauer SPD« und verabschiedet Bardo Bayer nach 44 Jahren aus dem Vorstand der Sozialdemokraten. (Foto: pm)

Die Wetterauer SPD nutzte ihren Kreisparteitag in Niddatal, um den ehemaligen Wetterauer Kreisbeigeordneten, Bardo Bayer, mit der Willy-Brandt-Medaille auszuzeichnen. Es ist die höchste Auszeichnung, die die deutsche Sozialdemokratie zu vergeben hat. »Bardo Bayer hat sich über Jahrzehnte hinweg für Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität eingesetzt und wurde in dieser Zeit zu einem der prägendsten Gesichter der Wetterauer SPD«, sagte die Unterbezirksvorsitzende Lisa Gnadl.

Bayer, der im kommenden Jahr sein 50-jähriges Parteijubiläum feiert, begann seine politische Laufbahn bei den Wetterauer Jusos, deren Vorsitzender er 1976 wurde. Auch vor Ort übernahm der spätere Schuldezernent Verantwortung, etwa als Ortsvereinsvorsitzender oder Gemeindevertreter. Der Schwerpunkt seiner Parteiarbeit und seines politischen Wirkens lag aber auf Kreisebene.

Bis zum Parteitag in Niddatal gehörte der Lehrer aus Oppershofen gut 44 Jahre in verschiedenen Funktionen dem Vorstand der Wetterauer SPD an – zuerst als Vertreter der Jusos, dann als Bildungsreferent, später als Pressesprecher und ab 1993 als stellvertretender Parteivorsitzender. Im Jahr 1997 übernahm Bayer das Vorsitzamt der Wetterauer SPD, die er insgesamt vier Jahre führte, ehe er das Amt an die damalige Bundestagsabgeordnete Nina Hauer weitergab. Seiner Partei stand er danach wieder als stellvertretender Vorsitzender zur Seite. Bis er sich zuletzt entschied, nicht erneut zu kandidieren.

»Bardo Bayer war über diese Jahrzehnte aber nicht nur in unserer Partei, sondern vor allem auch kommunalpolitisch zum Wohle der Wetterauer Bevölkerung aktiv«, lobte Gnadl. Seit 1985 gehörte Bardo Bayer dem Wetterauer Kreistag an und wurde bereits drei Jahre später zum Fraktionsvorsitzenden der SPD gewählt. Dieses Amt füllte er aus, bis er 1997 von der Parlamentsbank in den Kreisausschuss wechselte und seine Aufgabe als neuer hauptamtlicher Bildungs- und Sozialdezernent übernahm. In dieser Zeit habe Bayer die Wetterauer Schul- und Soziallandschaft nachhaltig geprägt. Mit seinem Namen werde stets der Beginn der Wetterauer Schulinvestitionsprogramme verbunden sein, die den Grundstein dafür gelegt hätten, dass die Wetterauer Schulen heute »hinsichtlich Bausubstanz und Ausstattung so gut dastehen«, so die SPD-Vorsitzende.

Frühzeitig habe Bayer auch den Einstieg in den Ausbau des Betreuungs- und Ganztagsschulprogramms des Kreises organisiert. Außerdem habe er in seiner Amtszeit die Entwicklung der Flüchtlingshilfe und der Wetterauer Beschäftigungsgesellschaften sowie die Umsetzung der großen Arbeitsmarkt- und Sozialhilfereform zwischen 2003 und 2005 im Wetteraukreis gestemmt.

Ein Thema, für das sich Bayer besonders eingesetzt habe, sei stets die Politik für und mit Menschen mit Behinderung gewesen – sowohl kreispolitisch in der Behindertenhilfe Wetterau als auch landespolitisch im Landeswohlfahrtsverband.

Geschätzt von Opposition

Bis heute gehört Bayer als ehrenamtlicher Beigeordneter dem Wetterauer Kreisausschuss an. »Du hast dir mit deinem Wirken parteiübergreifend viel Respekt erarbeitet, was man etwa auch am Ergebnis deiner Wiederwahl als Sozialdezernent 2003 ablesen konnte, als auch Kreistagsmitglieder aus den Reihen der Opposition für dich stimmten. Du hast dich entschieden, dass es nach 44 Jahren ›auch mal gut ist und reicht‹ mit der Vorstandsarbeit, wie du uns in unserer letzten Vorstandssitzung mitgeteilt hast. Ich möchte dir von Herzen für deine Arbeit und dein Engagement über die vielen Jahre danken«, betonte Lisa Gnadl bei der Überreichung der Ehrenmedaille.

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