27. Juni 2018, 20:22 Uhr

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Wichtige Tipps zum »digitalen Vererben«

27. Juni 2018, 20:22 Uhr

Wer stirbt hinterlässt nicht nur Schmuck, Geld und andere Wertgegenstände, sondern auch Daten und Spuren im Internet. Denn E-Mail-Accounts und Facebook-Profile bleiben bestehen. Deshalb ist es sinnvoll, sich neben dem weltlichen Nachlass auch um das digitale Erbe zu kümmern.

»Auch an den digitalen Nachlass denken«, hat deshalb der Elektronikfachmann Franz Hollube seinen Vortrag genannt, mit dem er Senioren das Thema »digitales Vererben« im Haus der Begegnung am heutigen Donnerstag um 10 Uhr näherbringen will. Mit Rat und Tat direkt an einem PC will er Interessierten die Hindernisse der Technik ab diesem Vormittag überwinden helfen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, wie Hollube sagt, nur mit Windows sollte man umgehen können.

Wichtiger sei, dass der Interessierte die Erkenntnis mitbringe, »dass es höchste Zeit ist, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen« – ähnlich wie mit der Patientenverfügung. Allerdings wird Hollube nur Tipps und Informationen allgemeiner Art geben, auf keinen Fall aber Rechtsberatung und Lösungsansätze für Einzelfälle.

Rat: Ins Testament aufnehmen

Doch worum geht es genau. Das Internet ist nur bedingt ein rechtsfreier Raum, denn in ihm können Rechtspositionen und Verbindungen eingegangenen werden, die sogar bis über den Tod hinaus Bestand haben können. Dazu zählen beispielsweise Verträge mit Telekommunikations-Dienstleistern genauso wie Web-Seiten, E-Mail- und Social-Media-Accounts oder Konten bei Ebay oder Amazon. Und obwohl in vielen Fällen auch kostenpflichtige Online-Abos weiterlaufen, überlässt der Großteil der Internet-Nutzer diese Daten ihrem Schicksal.

Der IT-Verband Bitkom rät deshalb sich rechtzeitig mit dem Internet-Nachlass zu beschäftigen. Sein Tipp: den digitalen Nachlass am besten in das eigene Testament mit aufzunehmen. Doch das ist nur der Anfang. Hollube will in seinem Vortrag darauf eingehen, was mit dem E-Mail-Zugang und mit den Fotos und Videos wird. Was ist, wenn keine Passwörter weitergegeben werden? Auch dazu hält Franz Hollube Informationen bereit.

Der Vortrag am Donnerstag ist nicht nur für Senioren bestimmt, sondern richtet sich an alle an diesem Thema Interessierte. Der Eintritt ist kostenfrei.

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