15. November 2019, 20:16 Uhr

Wieder in der Sole baden

15. November 2019, 20:16 Uhr
Karl Roth nimmt als erster »Patient« in der Wanne Platz. Mit dabei sind (v. l.) Eva Bertels, Frank Thielmann (Vorstand Stiftung Sprudelhof), Lutz Ehnert, Beate Vogtherr, Klaus Englert, Vorsitzender des Ausschusses für Sport und Kultur, und Anna Redmann (Kur- und Servicebetrieb) sowie vorne v.l . Klaus Kreß, Steffen Schneider und Volkmar Dörn (Fachdienstleiter Kureinrichtungen und Therme). (Foto: pm)

Ein Bad in Bad Nauheimer Sole hat eine positive Wirkung auf den Organismus. Das regelmäßige Baden fördert die Durchblutung, den Kreislauf und kann bei Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche und Nervosität helfen. Darüber hinaus ist es bei Hauterkrankungen, Allergien, Erkältung, Verdauungsbeschwerden sowie Nieren- und Harnblasenerkrankungen heilsam. »Da in jüngster Vergangenheit das Baden in unserem natürlichen Heilmittel, der Sole, weder in Wannen und seit der Schließung der Therme noch in einem Becken möglich war, haben wir nach einer Alternative gesucht und zusammen mit dem Kneipp-Verein, der Stiftung Sprudelhof und der Physiotherapiepraxis Ars Vitae ein neues Angebot ins Leben gerufen. Ab sofort und bis zur Eröffnung der neuen Kurmittelabteilung als Teil der neuen Therme sind ambulante Badekuren mit Solewannenbädern im Badehaus 4 des Sprudelhofs möglich«, freut sich Bürgermeister Klaus Kreß.

Dabei sei es gelungen, für die Solebäder eine kassenärztliche Zulassung zu erreichen, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung. »Und das ist seit der Schließung der staatlichen Therapieabteilung zu Beginn dieses Jahrtausends ein Novum«, ergänzt Kreß. Voraussetzungen für die kassenärztliche Zulassung zur Abgabe von Solewannenbädern als Heilmittel sind die räumliche Nähe zur Sole bzw. zum Sprudelhof, die Fachkompetenz, um die Behandlung durchführen zu können sowie weitere räumliche und organisatorische Kriterien. Die Stadt trat daher an die Physiotherapiepraxis im Badehaus 4 heran. Mit Geschäftsführerin Eva Bertels wurde ein Kooperationsvertrag für ambulante Badekuren als medizinische Vorsorgeleistung nach dem Sozialgesetzbuch V geschlossen.

Drei Räume instand gesetzt

»Frau Bertels hat sich dankenswerterweise bereit erklärt und mit der Stadt vertraglich vereinbart, die ambulanten Badekuren in ihr Leistungsangebot aufzunehmen. Die Praxis wird künftig ein entsprechendes Paket aus Solewannenbädern, Naturmoorpackungen, gerätegestützter Krankengymnastik und manueller Therapie anbieten«, erklärt Steffen Schneider, Fachbereichsleiter Kur- und Servicebetrieb.

Dazu hat die Stadt im Badehaus 4, direkt angrenzend an die Räume der Physiotherapiepraxis von Ars Vitae, einen Wannenraum mit einer bereits bestehenden Edelstahlwanne, einen Ruheraum und einen Vorbereitungsraum instand gesetzt und mit den notwendigen Utensilien ausgestattet. Das Leistungspaket wurde zuvor mit den Badeärzten Dr. Beate Vogtherr und Dr. Lutz Ehnert abgestimmt. Ein Kurgast benötigt für eine ambulante Badekur eine entsprechende Verordnung durch einen Badearzt. In einer ersten Testphase wird Ehnert diese Verordnungen den Kurgästen verschreiben. Er übernimmt zunächst die Koordination, da die Kapazitäten begrenzt sind. Schneider: »Über das Angebot der ambulanten Badekuren hinaus kann die Stadt in Absprache mit Eva Bertels die Räumlichkeiten auch anderweitig nutzen. So wird beispielsweise demnächst Prof. Uwe Lange, Direktor der Abteilung Physikalische Medizin & Osteologie der Kerckhoff-Klinik, gemeinsam mit Badeärztin Dr. Beate Vogtherr in den neuen Räumen eine Forschungsstudie über die Wirksamkeit der Bad Nauheimer Sole durchführen.«

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