13. Mai 2017, 12:00 Uhr

Zweitgutachten kommt

Wölfersheimer See: Kosten in Millionenhöhe

Die Qualität des Wassers im Wölfersheimer See ist nicht gut. Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachten des Biologen Ingo Kramer vom Büro Fluvialis. Doch was kann man dagegen tun?
13. Mai 2017, 12:00 Uhr
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Da das Wasser aus der Kläranlage in den Wölfersheimer See fließt, ist dessen Qualität schlecht. Nun stehen deswegen Kosten in Millionenhöhe an. (Foto: nic)

Kramer macht für die schlechte Wasserqualität in erster Linie den Zufluss verantwortlich, den der See durch das gereinigte Wasser aus der Kläranlage erfährt. Im Ergebnis empfiehlt er, das geklärte Wasser nicht mehr in den See zu leiten.

Bürgermeister Rouven Kötter (SPD) hat die diesbezüglichen Alternativen prüfen lassen – und kommt zu einem teuren Resultat: »Egal, ob wir das geklärte Abwasser um den See herum leiten oder in eine andere Kläranlage pumpen, es fallen Kosten in Millionenhöhe an.« Eine solch weitreichende und finanziell aufwendige Entscheidung sollte laut Kötter jedoch nicht basierend auf einem einzigen Gutachten getroffen werden: »Bei jeder Kleinigkeit, die wir anschaffen, holen wir uns zwei bis drei Vergleichsangebote ein. Wir sollten daher eine Entscheidung, die so gewaltige Auswirkungen hat, auf ein breiteres Fundament stellen. Wir werden ein Zweitgutachten einholen und damit die Ergebnisse des ersten Gutachtens kritisch hinterfragen. Anschließend ist zu bewerten, wie mit den Resultaten umzugehen ist.« Dies teilte Kötter in der jüngsten Sitzung der Wölfersheimer Gemeindevertretung mit.



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