26. März 2019, 18:56 Uhr

Wunder der Erde

26. März 2019, 18:56 Uhr
Im Bernstein-Museum können die Besucher eine Reise durch die Entwicklungsgeschichte der Erde unternehmen. (Foto: pv)

Am Freitag haben sich die Sängerinnen und Sänger des Gesangvereins Frohsinn zu einer außergewöhnlichen kulturellen Vereinsaktivität getroffen: Sie besuchten das Bernstein-Museum der Familie Fleißner in Bad Nauheim.

Im Garten ihres Grundstücks haben die Fleißners ihr ehemaliges Schwimmbad in mühevoller Arbeit zu einem kleinen, äußerst inhaltsreichen Museum über Erdgeschichte und Bernstein umgestaltet. Hier empfingen die Museumsinhaber die Sänger.

Nach kurzen Begrüßungsworten des Vorsitzenden Robert Philipp wurde die Gruppe geteilt und folgte Fleißners äußerst kenntnisreichen und detailverliebten Ausführungen über die Entwicklungsgeschichte der Erde. Anhand zahlreicher selbst gefundener, aber auch erworbener Sammlerstücke entwicklungsrelevanter Materien und Mineralien verstand es das Ehepaar, den Besuchern ein gutes Bild der Erdgeschichte zu vermitteln.

Stechmücke in 3-D

Speziell die Entstehung von Bernstein, dessen weltweites Vorkommen und der Abbau bis zur Verarbeitung im legendären Bernsteinzimmer im Katharinenpalast in Zarskoje Selo bei St. Petersburg sind Inhalt der Ausstellung. Besonders faszinierend sind die vom Hausherrn selbst gefertigten dreidimensionalen Stereobilder über die vor Millionen Jahren entstandenen und durch das überfließende Harz entstandenen Inklusen.

In einer Vielzahl von Vitrinen lassen sich die Objekte mit Mikroskopen oder auch mit dem bloßen Auge betrachten. Besonders beeindruckend sind die 3-D-Bilder, die auf einem großen Fernsehbildschirm präsentiert werden. Mithilfe einer geeigneten Brille zeigt sich hier die ganze Schönheit der im Harz gefangenen Lebewesen. Zikaden, Wanzen oder auch eine Stechmücke werden so nicht zu unliebsamen Quälgeistern, sondern zeigen die Faszination des Lebens. Weitere Ausstellungsstücke sind Repliken von Fossilien, so etwa die des Urpferdchens aus der Grube Messel bei Darmstadt oder der Archaeopteryx, der Vorläufer unserer Vögel.

Nach der beeindruckenden Führung bedankte sich der Chor unter seinem Dirigenten Sebastian Witzel mit dem Heimatlied »Wo auf des Tales schmalem Weg« bei Helmut und Brigitte Fleißner für die wunderbaren Einblicke in ihre Sammlerleidenschaft.

Neue und alte Sangeswillige und Interessierte sind bei den Gesangsstunden freitags um 19.30 Uhr in der Alten Schule in der Fußgasse willkommen.

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