30. August 2019, 21:17 Uhr

»aHa«: Bürgermeister soll’s richten

30. August 2019, 21:17 Uhr

In einem offenen Brief an Bürgermeister Dirk Antkowiak (CDU), den Magistrat und die Fraktionsvorsitzenden in der Stadtverordnetenversammlung haben Mitglieder der Kultur-AG im Theater Altes hallenbad (aHa) ihre Hoffnung zum Ausdruck gebracht, dass Stadt und aHa sich auf eine Lösung für die weitere Sanierung und den Betrieb der Kulturstätte einigen. Gleichzeitig werfen die aHa-Mitglieder Magistrat und Stadtverordneten vor, dass sie »nicht willens« seien, Lösungswege in kooperativen und vertrauensvollen Gesprächen zu suchen.

Insbesondere bezüglich der von Politik und Stadtverwaltung angeführten »Risiken« des Bundesförderprogramms haben die aHa-Mitglieder eine andere Sichtweise. »Ja, die im Antrag skizzierten ›Risiken‹ bestehen formal - wie bei allen Projekten, z. B. auch bei der Alten Post. Nirgends sonst werden sie aber in der Form skizziert wie beim Alten Hallenbad. Oder wurde für die Sanierung der Alten Post ebenfalls eine neue Stelle im Bauamt gefordert/geschaffen?«, heißt es in dem von Andrej Seuss und zehn weiteren Mitgliedern der Kultur-AG unterzeichneten Brief. »Wir denken, dass das Team vom Alten Hallenbad in der Vergangenheit bewiesen hat, dass es korrekt und professionell vorgeht, dass wir durch unseren ungeheuren Einsatz von mehreren tausend Arbeitsstunden bereits viel erreicht haben und wir immer flexibel und lösungsorientiert arbeiten.«

Über die Haltung des Magistrats sei man »sehr verärgert«. Weder im Beschlussvorschlag noch in der Sachberichtsdarstellung habe es ein Bekenntnis zum Alten Hallenbad gegeben. »Kein Wort dazu, was wir geschaffen haben und welche Bedeutung es für die Stadt Friedberg im Allgemeinen hat.«

Bürgerschaftliches Engagement

Es habe auch keinen Versuch gegeben, »akzeptable Lösungswege zu skizzieren«. Auch andere Städte hätten ihre Projekte gemeistert. »Warum sollte es gerade in Friedberg nicht klappen?« Es stelle sich die grundsätzliche Frage, »ob die Stadt eine Einrichtung wie das Alte Hallenbad möchte und für nötig erachtet. Sich damit schmücken und dann, wenn es ›zum Schwur‹ kommt, einen Rückzieher machen, geht eigentlich nicht!«

Peter Schubert vom Bildungsforum Friedberg hatte in der Ausschusssitzung an den anlaufenden ISEK-Prozess erinnert. Den könne die Stadt »vergessen«, wenn bürgerschaftliches Engagement keine Unterstützung bekomme, bekräftigt auch die Kultur-AG. »Man kann dann niemanden im Zusammenhang mit ISEK empfehlen, Zeit, Geld und Engagement zu investieren - es wird von der Politik und der Verwaltung nicht goutiert! ISEK wäre als Feigenblatt-Politik entlarvt. Möchte das die Stadtpolitik?«

Man wisse um die seit »hundert Jahren« andauernde schwache Finanzlage der Stadt. Es gehe nicht um utopische Maximalforderungen. »Es geht darum, dass Magistrat und Stadtverordneten nicht willens oder in der Lage sind, Lösungswege in kooperativen und vertrauensvollen Gesprächen zu suchen. Das ist sehr frustrierend und demotivierend.«

Die Verantwortlichen im aHa seien bereit für eine gemeinsame Lösung. An Bürgermeister Antkowiak, der bei der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses fehlte, heißt es: »Wir würden uns wünschen, dass Sie als Bürgermeister hier als Moderator und Ideengeber agieren. Nicht verhindern, sondern möglich machen, nicht die Hürden unüberwindbar machen, sondern ein gemeinsames Ziel formulieren, sollte die Devise sein.«

Schlagworte in diesem Artikel

  • Briefe
  • Bürgermeister und Oberbürgermeister
  • CDU
  • Fraktionschefs
  • Gespräche
  • Hallenbäder
  • Peter Schubert
  • Theater
  • Friedberg
  • Jürgen Wagner
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 20 + 2: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.