13. April 2012, 16:48 Uhr

Ober-Mören bekommt zwei Elektro-Bikes

Ober-Mörlen (hau). Sie heißen Adler und fühlen sich auch so an. Beflügelt durch einen unsichtbaren und geräuschlosen Elektromotor in der Radnabe trägt der »Eagle« seinen Fahrer ohne große Anstrengung über Berg und Tal. Seit Mittwoch gehören zwei solche E-Bikes im Wert von 4000 Euro der Gemeindeverwaltung.
13. April 2012, 16:48 Uhr
Schlüsselübergabe am Rathaus (v. l.): Geschäftsführer George S. Pascal und Service-Manager Bernd Buchner von der JD Gruppe mit Bürgermeister Sigbert Steffens und den beiden E-Bikes. (Foto: hau)

Bei der etwas anderen Schlüsselübergabe am Rathaus zeigte sich Bürgermeister Sigbert Steffens begeistert von der Spende zugunsten umweltfreundlicher Mobilität.

Die Europa-Niederlassung der JD Gruppe wolle damit das kommunale Engagement in umweltfreundliche Systeme unterstützen, erklärten Geschäftsführer George S. Pascal und Service-Manager Bernd Buchner beim Pressetermin. Seit der führende Hersteller von Elektromobilitätslösungen vor vier Jahren seinen Europasitz in Bad Nauheim eröffnete und 2009 den ersten »Eagle« vorstellte, sei der Markt revolutioniert worden. »Die Fahrer von E-Bikes werden immer jünger«, sagte Pascal. Der für Design und Technologie vielfach preisgekrönte »Eagle« habe zur Akzeptanz und zum regelrechten Boom bei E-Bikes beigetragen.

»Das ist unser Beitrag zur aktuellen Spritpreis-Diskussion«, führte der Rathauschef aus. Dabei sei die Idee schon vor einem Jahr geboren worden. Bereits vor drei Jahren habe man in Ober-Mörlen einen Energie-Stammtisch ins Leben gerufen, und seit fünf Jahren werbe der Regionalverband mit seiner Aktion »bike + business«. Indes räumte Steffens ein, dass es auf dem Weg zur umweltfreundlichen Mobilität noch »dicke Bretter« zu bohren gebe. Zug um Zug wolle man das E-Bike von seinem »Weichei-Image« befreien und die beiden »Adler« im Dauereinsatz sehen, nicht nur bei Gemeindemitarbeitern.

Die Elektrofahrräder sollen vielmehr ganz praktisch Schule machen bei Senioren wie bei Jugendlichen, bei Betrieben, Vereinen und Gruppen ebenso wie bei Einzelpersonen. Dazu werden die Räder von der Gemeinde auf Nachfrage verliehen – Einweisung, Gebrauchsanleitung und vom Schlossherrn gestiftete Sicherheitsschlösser inklusive.

Ein Ober-Mörler Lehrer an der St.-Lioba-Schule in Bad Nauheim werde das Velo eine Woche lang auf dem Schulweg probieren, berichtete Steffens – und überredete nach kurzer Testfahrt auch die Vertreterin der Wetterauer Zeitung zum einwöchigen Selbstversuch. Angedacht sind überdies Projektwochen mit Rädern für ganze Betriebsbelegschaften. »Da tut man nicht nur der Umwelt etwas Gutes, sondern auch der eigenen Gesundheit und hat auch noch Spaß dabei«, berichtete Steffens von seiner Erfahrung nach zwei Jahren E-Biken. Im Sommer fahre er immer mit dem Rad zum Büro, pflichtete Pascal ihm bei.

Der »Eagle«, wie er in Ober-Mörler eingeflogen ist, unterstützt die Muskelkraft des Radlers mit einer ausgeklügelten Technologie namens »TranzX«. Der Fahrer kann in Kombination mit einer Sieben-Gang-Schimano-Schaltung wählen zwischen schwacher elektrischer Hilfe bis hin zur Turbo-Unterstützung. Der Tiefeinsteiger besitzt 20-Zoll-Reifen, wiegt 24 Kilo und hat den Motor wahlweise vorne oder hinten in der Radnabe. Ein voll geladener Akku liefert, je nach Fahrweise, Energie für rund 60 Kilometer. Bevor man losrollen kann, muss man den Akku mittels »Zündschlüssel« in sei Fach zwischen Hinterrad und Sitz einschließen.

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