21. November 2008, 20:38 Uhr

AWB zahlt 900 000 Euro an Kommunen

Wetteraukreis (pm). Die Kommunen im Wetteraukreis werden diesen Monat einen warmen Geldsegen erhalten. Absender ist der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB), der durch die Verwertung von Altpapier Überschüsse erwirtschaftet hat - und diese nun an die Städte und Gemeinden weitergibt. Im Wetteraukreis wird seit 2001 keine Gebühr mehr für das Anliefern von Altpapier erhoben.
21. November 2008, 20:38 Uhr
Pluspunkt: Der Abfallwirtschaftsbetrieb hat durch den eigenen Umschlagplatz für Altpapier wirtschaftliche Vorteile. (Foto: pv)

Wetteraukreis (pm). Die Kommunen im Wetteraukreis werden diesen Monat einen warmen Geldsegen erhalten. Absender ist der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB), der durch die Verwertung von Altpapier Überschüsse erwirtschaftet hat - und diese nun an die Städte und Gemeinden weitergibt. Im Wetteraukreis wird seit 2001 keine Gebühr mehr für das Anliefern von Altpapier erhoben.

»Es konnten beträchtliche Rücklagen gebildet werden. Ein Grund ist die positive Preisentwicklung für Altpapier«, sagte Abfalldezernent Bardo Bayer. »Mit eigenem Altpapierumschlag in Echzell, einem effizienten Kostenmanagement und der Kooperation mit anderen kommunalen Unternehmen bei der Vermarktung konnten deutlich bessere Erlöse erzielt werden. Durch mehr als 130 000 Jahrestonnen können wir bessere Preise erzielen.«

Kurt P. Schäfer, Betriebsleiter des Abfallwirtschaftsbetriebs, beziffert den Stand der Rücklage in Sachen Altpapier aus den Jahren 2000 bis 2004 auf gut 900 000 Euro. »Gebildet wurde die Rücklage damals aus den Überschüssen der Verwertung, um mögliche Schwankungen des Preisniveaus beim Altpapier auszugleichen. Jahre zuvor war die Altpapierverwertung noch ein Zuzahlungsgeschäft«, erläuterte Schäfer.

Überschüsse fürs Schadstoffmobil verwendet

Die Altpapierüberschüsse werden verwendet, um nicht kostendeckende Leistungen wie beispielsweise das Schadstoffmobil zu finanzieren. Die Überschüsse seien somit Grundlage für die langjährige Stabilität der Gebühren. »Eine kostendeckende Problemabfallsammlung über das Mobil würde eine gebührenpflichtige Abgabe für Privathaushalte bedeuten. Dies hätte zur Folge, dass vermehrt gefährliche Abfälle wie zum Beispiel Chemikalien nicht fach- und umweltgerecht entsorgt werden. Deshalb sind für den Bürger kostenlose Leistungen abfallpolitisch notwendig«, betonte Schäfer.



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