26. Mai 2009, 10:16 Uhr

»Ein Ziel war immer, die Schönheit der Heimat zu zeigen«

Wöllstadt (udo). Grußworte, Ehrungen und ein buntes Rahmenprogramm standen im Mittelpunkt der 60-Jahr-Feier der VdK-Ortsgruppe Ober-Wöllstadt. Ellen Benölken, die für den Kreisvorstand anwesend war, gratulierte den Gründungsmitgliedern Heinrich Roskoni, Josef Brauburger und Hermann Bastine, die für sechs Jahrzehnte im Sozialverband geehrt wurden.
26. Mai 2009, 10:16 Uhr
Ellen Benölken, Alfons Götz, Heinz Feuerbach und Horst Löw beglückwünschen die Gründungsmitglieder Heinrich Roskoni, Josef Brauburger und Hermann Bastine (mit Urkunden) (Foto: udo)

Wöllstadt (udo). Grußworte, Ehrungen und ein buntes Rahmenprogramm standen im Mittelpunkt der 60-Jahr-Feier der VdK-Ortsgruppe Ober-Wöllstadt. Ellen Benölken, die für den Kreisvorstand anwesend war, gratulierte den Gründungsmitgliedern Heinrich Roskoni, Josef Brauburger und Hermann Bastine, die für sechs Jahrzehnte im Sozialverband geehrt wurden. Seit 25 Jahren dabei sind Franziska Wendt und Peter Klein. Zehn Jahre halten dem Verein Valentin Breidenbach, Hildegard Breidenbach, Klaus Gewehr, Helmut Beierle, Josef Feuerbach, Siegfried Linhart, Monika Brauburger, Theresia Brauburger, Bärbel Schmidt, Gertrud Wirth, Egon Wilhelm, Anke Kraft und Ilona Berg die Treue.

Benölken beschrieb den VdK als »modernes Dienstleistungsunternehmen«, das seine Türen allen geöffnet habe. »Wir sind eine starke Gemeinschaft, die für Gerechtigkeit sorgt.«

Heimatforscher Fritz Runge zeigte im Foyer Bilder aus der Ober-Wöllstädter Historie. VdK-Vize Heinz Feuerbach hob das Engagement Runges hervor, der den Ortsvereinen bei geschichtlichen Fragen aller Art stets hilfreich zur Seite stehe. Anschließend überreichte er Runge in seiner Eigenschaft als Chef des Wöllschter Narren-Clubs (WNC) einen Karnevalsorden, der eine historische Ansicht des alten Rathauses zeigt.

Nachdem der VdK-Vorsitzende Horst Löw die Gäste in der Römerhalle begrüßt hatte, ging er auf die Entstehung des Vereins ein. Im Gründungsjahr 1949 seien 50 Gefallene und Vermisste zu beklagen gewesen. Die Zeit der Trauer sollte jedoch nicht zu lange währen: Ein Vereinsziel sei es daher immer gewesen, alle Mitglieder »mit der Schönheit der Heimat bekannt zu machen«. Deshalb habe die Ortsgruppe in den 50er Jahren eine rege Ausflugstätigkeit entfaltet. Ab 1950 wurden die beliebten Maskenbälle veranstaltet, 1952 fand erstmals die Bescherung der Schulkinder statt.

Stets geselligen Austausch gepflegt

Schirmherr Bürgermeister Alfons Götz blickte auf die Arbeit des VdK in der Gemeinde zurück. Die Gruppe habe sich bereits ein Jahr vor dem Bundesverband konstituiert, um »Hilfe zur Selbsthilfe« zu ermöglichen und die Interessen der Kriegsbeschädigten, Witwen und Waisen gegenüber Verwaltungen zu vertreten. Alles habe sich stets im überschaubaren, dörflichen Rahmen abgespielt, in dem der gesellige Austausch von großer Bedeutung sei. »Auch für die Zukunft wünsche ich dem Verein alles Gute«, sagte der Rathauschef. Diakon Dr. Jürgen Hofmann gratulierte für die Pfarrei St. Stefanus und würdigte die Tätigkeit des VdK. Dessen Aktivitäten deckten sich in weiten Teilen mit denen der Kirchen. Der Sozialverband sei notwendig, weil ohne ihn die Interessen großer Teile der Bevölkerung nicht vertreten würden.

Auch für die Unterhaltung war bei der Veranstaltung bestens gesorgt: Der Männergesangverein Eintracht sang unter Leitung von Bernd Gondolf von Freundschaft, Mädchen und dem Wein vom Lande. Abschließend wurde unter anhaltendem Applaus das beliebte Stück über eine musizierende Räuberbande gesungen. Der Frauenchor von 1984 sang Lieder von Mendelssohn-Bartholdy und Smetana. Nachdem Mitglieder des Landfrauenvereins als Comedian Harmonists angestimmt hatten, wandten sich alle der Kuchentheke zu.

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