30. Dezember 2011, 17:53 Uhr

Mit Energiemanagement 25 600 Euro eingespart

Wöllstadt (pm). Zwischen April 2010 und März 2011 hat Wöllstadt gut 24 Prozent seiner Energiekosten bei den gemeindeeigenen Gebäuden eingespart. Das geht aus dem zweiten Energiebericht hervor, den die Gemeinde im Zuge ihres Kommunalen Energiemanagements in Auftrag gegeben hatte.
30. Dezember 2011, 17:53 Uhr
Die Römerhalle in Ober-Wöllstadt hat dank des Konjunkturprogramms ein neues Dach, eine neue Fassade und neue Fenster bekommen. (Foto: pv)

Er wird in der nächsten Sitzung des Gemeindevorstands vorgestellt, dann den Fraktionen zugeschickt.

Im Jahr 2009 hatte der Gemeindevorstand beschlossen, mit der Ovag-Tochter Hessenenergie (Gesellschaft für rationelle Energienutzung) ein Kommunales Energiemanagement für die öffentlichen Liegenschaften der Gemeinde einzuführen. Ziel der auf drei Jahre angelegten Kooperation ist es, die Energieeffizienz (weniger Energieverbrauch bei gleichem Komfort) in den gemeindeeigenen Objekten zu steigern.

Wie Bürgermeister Alfons Götz nun mitteilte, könne sich das Zwischenergebnis sehen lassen. »Die Verbrauchskosten konnten um mehr als 24 Prozent – das sind 25 600 Euro – reduziert werden.« Die Umweltbelastung sei um rund 121 Tonnen klimaschädlicher Kohlendioxid-Emissionen vermindert worden. »Die prognostizierte Kostenentlastung der Hessenenergie wurde deutlich überschritten. Der effiziente Einsatz von Ressourcen ist in Zeiten knapper Haushaltsmittel für unsere Verwaltung, die Gebäude mit hohem Energieverbrauch unterhält, von besonderem Interesse«, betonte Götz.

Großen Einfluss auf die Einsparungen habe neben den umfangreichen Sanierungen im Rahmen des Konjunkturpaketes auch der Aufbau eines kontinuierlichen Verbrauchs- und Kostencontrollings für Strom, Wärme und Wasser gehabt. Dies erfolge mit einer eigens dafür entwickelten Software, erklärte der für das Projekt verantwortliche Adrian Roskoni. »Durch das monatliche Controlling werden Verbrauchsentwicklungen kontinuierlich verfolgt und analysiert. Unregelmäßigkeiten werden erkannt und kurzfristig Maßnahmen ergriffen, um einen Mehrverbrauch zu vermeiden.« Nun gelte es, das Projekt in der Verwaltung weiter zu verstetigen, um auch in den kommenden Jahren eine eigenständige Weiterführung des Energiemanagements zu gewährleisten.

Mitarbeiter der Hessenenergie hätten in alle betroffenen Gebäuden den Zustand der Wände und der Anlagentechnik bewertet. Diese Informationen seien systematisch aufbereitet worden und bildeten die Grundlage für die weiteren Maßnahmen auf der Prioritätenliste, die sukzessive abgearbeitet werde. Dabei wolle man mit geringen Investitionen Einsparpotenziale erschließen.

So wolle man vermehrt Energiesparlampen einsetzen, Stromverbraucher – wenn sie nicht benötigt werden – über entsprechende Steuerungen abschalten (Vermeidung von Stand-by-Verlusten) oder vorhandene Regelungstechnik optimieren.



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