24. Januar 2014, 15:08 Uhr

Gemeinde will Wohnungen verkaufen

Wöllstadt (hed). Die Gemeinde Wöllstadt hat für ihre Größe eine beachtliche Zahl von Wohnungen in ihrem Eigentum: etwa 50 Stück. Da die Sanierung aller in die Jahre gekommenen gemeindeeigenen Häuser zu teuer wäre, will man nun einen Großteil veräußern.
24. Januar 2014, 15:08 Uhr
Gehören noch der Gemeinde: Die Wohnungen in der Rosbacher Straße in Nieder-Wöllstadt sollen nach Möglichkeit verkauft werden. (Foto: nic)

Für die Wohnhäuser in der Rosbacher Straße 2-10 und in der Niddastraße 10 – zusammen 37 Wohnungen – soll der Gemeindevorstand nun Verkaufsverhandlungen beginnen. Das beschlossen die drei Fraktionen von CDU, FWG und SPD am Mittwoch in einem gemeinsamen Antrag. Mit dem Erlös sollen die dann verbleibenden Wohnungen saniert werden.

Bei der Parlamentssitzung im Bürgerhaus Nieder-Wöllstadt stimmte die Gemeindevertreterversammlung geschlossen für einen möglichen Verkauf – was angesichts des »heiklen Themas« auch gut sei, wie Bürgermeister Adrian Roskoni lobte. Alle Redner betonten, dass es wichtig sei, in diesem Punkt Einigkeit zu zeigen. Wichtig war dem Parlament, dass für die Mieter »einvernehmliche sozialverträgliche Lösungen« anzustreben sind. Roskoni sagte auf Anfrage, man wolle erreichen, dass mögliche Käufer alle Mietparteien weiter dort wohnen lassen. Mieterhöhungen, etwa nach energetischen Sanierungen, seien an gesetzliche Vorgaben gebunden, betonte er. »Ein darauf spezialisiertes privates Unternehmen kann das viel besser als eine Gemeinde«, begründete er den Schritt. Zudem sei die Kommune nicht verpflichtet, so viel Wohnraum zur Verfügung zu stellen. »Da muss man auch Kosten und Nutzen ins Verhältnis stellen.« Mit dem Verkauf will die Gemeinde ihre Rest-Liegenschaften sanieren und dann eventuell Platz für betreutes Wohnen schaffen. Eine Wohnung im Taunusring 2 etwa erfülle bereits annähernd die Anforderungen an alters- und behindertengerechtes Wohnen. Roskoni erwähnte nach der Sitzung, dass die Gemeinde weiter »gute Gespräche« mit der Interpares GmbH führe, die das im Bau befindliche Seniorenzentrum in Niddatal betreut. In Wöllstadt soll laut dem Bürgermeister eine Dependance entstehen, wahrscheinlich an der neuen Ortsumgehung.

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