07. Februar 2017, 22:48 Uhr

Auf Euphoriewelle ins Viertelfinale

Im DFB-Pokal-Achtelfinale ist Eintracht Frankfurt bei Hannover 96 Favorit. Doch Eintracht-Trainer Niko Kovac warnt vor der Offensivqualität des potenziellen Bundesliga-Aufsteigers. Der sieht sich alles andere als chancenlos.
07. Februar 2017, 22:48 Uhr
Nach der Hürde Darmstadt 98 (unten Jerome Gondorf) möchte Eintracht Frankfurt um »Fußballgott« Alex Meier in Hannover in die nächste Pokalrunde einziehen. (Foto: dpa)

In der Fußball-Bundesliga überrascht Eintracht Frankfurt Woche für Woche. Nun wollen die Hessen ihre starke Saison mit dem Einzug ins Pokal-Viertelfinale optimieren. »Wir sind auf einer Euphoriewelle, das wollen wir auch im Pokal nutzen«, sagte Eintracht-Coach Niko Kovac am Dienstag vor dem Achtelfinale bei Hannover 96. Personell kann Kovac bis auf die schon länger angeschlagenen Spieler aus dem Vollen schöpfen. »Alle sind fit und gesund.«

Momentan rangiert die Eintracht als Dritter auf einem Champions-League-Platz. Dennoch sieht Kovac seine Elf am Mittwochabend (20.45 Uhr) in der HDI-Arena nicht in der absoluten Favoritenstellung. »Auf dem Papier sicherlich, aber die Wahrheit liegt auf dem Platz. Hannover ist für mich eine Erstliga-Mannschaft und ein Aufstiegsaspirant«, sagte Kovac.

Vor allem die zahlreichen Standardtore des Bundesliga-Absteigers sorgen im Frankfurter Lager für Wachsamkeit. »Durch Standards werden Spiele entschieden. Wir müssen zusehen, dass wir das minimieren. Je weniger Fouls man anbietet, umso größer ist die Möglichkeit, dass wir kein Tor schlucken«, sagte der 45-Jährige.

Hannover musste am Wochenende zwar eine empfindliche Pleite einstecken, verfügt aber dennoch über eine geballte Offensivpower. »Das wird ein sehr intensives Spiel auf schwerem Geläuf werden. Sie spielen einen sehr aggressiven Fußball mit viel Gegenpressing«, sagte Kovac, der im April vergangenen Jahres gegen die Niedersachsen seinen ersten Sieg als Bundesligatrainer gefeiert hatte.

Nach Hannover fahre er, um eine Runde weiter zu kommen. Denn der Pokal genießt beim Coach einen hohen Stellenwert. »Wer schon einmal in einem Endspiel dabei war, weiß wie schön das ist. Der Pokal hat einen ganz besonderen Reiz«, sagte Kovac, der 2003 mit Bayern München Pokalsieger geworden war. »Wir werden alles reinhängen und reinlegen. Ein Spaziergang wird das nicht«, sagte Kovac. Gerade auch im Hinblick auf das nächste Bundesligaspiel am Wochenende in Leverkusen hofft er, nicht wie in den Runden zuvor eine Verlängerung zu spielen. »Das wäre mein Wunsch. Wenn wir aber eine Warteschleife fliegen müssen, nehmen wir die auch mit«, sagte Kovac. »Schöner wäre aber ein schnelles Tor und ein sicheres Weiterkommen.«

Die Niedersachsen treten 25 Jahre nach dem bislang einzigen Pokal-Titel in einer Neuauflage jenes Trikots an, in dem Hannover 1992 Borussia Mönchengladbach im DFB-Pokal-Finale bezwungen hatten. 96-Coach Daniel Stendel sieht sein Team zwar klar als Außenseiter, bei weitem aber nicht chancenlos. »Wir werden alles dafür tun, noch das eine oder andere Pokalspiel in dieser Saison zu haben«, sagte Stendel am Dienstag. Wie er personell auf die 1:4-Niederlage bei Greuther Fürth am Freitag reagieren wird, ließ er noch offen. Der Ex-Profi verriet nur, dass sich sein Team gegen die Eintracht nicht verstecken werde. »Es stehen alle Anzeichen auf Angriff und das werden wir tun«, sagte Stendel. Ob und wie lange Kapitän Manuel Schmiedebach nach seinem Muskelfaserriss im Gesäßmuskel wieder mitwirken kann, ließ der 96-Coach noch offen. »Es sah sehr gut aus bei ihm«, sagte Stendel.

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