19. September 2016, 12:00 Uhr

Dresden strauchelt im Sachsen-Derby

(sid) In einem emotionsgeladenen Sachsen-Derby ist Dynamo Dresden überraschend gestrauchelt und hat den Anschluss an Zweitliga-Tabellenführer Eintracht Braunschweig verloren. Die Niedersachsen bleiben mit einer makellosen Bilanz auch nach fünf Spieltagen an der Spitze, der sich Bundesliga-Absteiger VfB Stuttgart nach überstandenem Trainer-Chaos wieder angenähert hat.
19. September 2016, 12:00 Uhr

Dresden verlor vor 30 274 Zuschauern deutlich gegen Erzgebirge Aue mit 0:3 (0:1) und musste nach den erfolgreichen Vorwochen ausgerechnet gegen den sächsischen Rivalen die erste Saisonniederlage einstecken. »Der Sieg für Aue ist nicht unverdient, aber für mich zu hoch. Heute ist alles zusammengekommen«, sagte Dresdens Coach Uwe Neuhaus, und Kapitän Marco Hartmann fügte an: »Wir sind alle sehr, sehr enttäuscht.«
Fabio Kaufmann (32.) hatte die Veilchen in Führung gebracht. Die Schwarz-Gelben drängten danach auf den Ausgleich, erlaubten den Auern aber mit haarsträubenden Patzern einen Doppelschlag durch Simon Skarlatidis (53.) und Pascal Köpke (54.). »Für unsere Fans ist das eine Sensation«, meinte Aues Schlussmann Martin Männel bei Sky. Trainer Pawel Dotschew ergänzte: »Die Leistung war einfach spitze.«
Die Eintracht hatte zuvor mit dem fünften Sieg hintereinander vorgelegt. Gegen den SV Sandhausen brauchte die Mannschaft von Torsten Lieberknecht Geduld, setzte sich aber mit 2:1 (0:0) durch. Christoffer Nyman (62.) erzielte das erlösende 1:0. Onel Hernandez (74.) erhöhte, bevor Richard Sukuta-Pasu (90.+2) für Sandhausen zum Endstand traf. »Wir sehen das als Momentaufnahme, mehr auch nicht«, sagte Lieberknecht über die Tabellensituation und richtete den Blick sofort auf das Topspiel am Dienstag in Stuttgart (17.30 Uhr/Sky).
Der VfB geht dies mit neuem Schwung an. Zwei Tage nachdem Cheftrainer Jos Luhukay hingeschmissen hatte, gewannen die Schwaben am Samstag 1:0 (0:0) beim kriselnden Schlusslicht 1. FC Kaiserslautern durch ein Tor von Simon Terodde (52.). Übergangstrainer Olaf Janßen beendete damit zwar vorerst die Turbulenzen beim Bundesliga-Absteiger, hat aber dennoch keine Chance auf eine dauerhafte Anstellung. »Die Entscheidung ist gefallen, dass ohne Wenn und Aber ein neuer Trainer dazukommt«, sagte Schindelmeiser nach dem Südwest-Derby. Der 52-Jährige fahndet weiter mit Hochdruck nach einer Dauerlösung für den VfB, noch immer gilt Markus Gisdol (47) dabei als Kandidat. Gegen Braunschweig und vielleicht auch am Freitag in Bochum wird aber wohl noch Janßen die Verantwortung haben.
Den nächsten kleinen Rückschlag musste Stuttgarts Mitabsteiger Hannover 96 hinnehmen. Bei Arminia Bielefeld reichte es nur mit viel Dusel zu einem 3:3 (1:2). Bielefelds Unglücksrabe war Sebastian Schuppan, dem in der Nachspielzeit der ersten und zweiten Hälfte jeweils ein Eigentor unterlief. Der FC St. Pauli holte mit einem 1:1 (1:0) beim Karlsruher SC einen wertvollen Zähler.
Immer prekärer wird die Lage beim 1. FC Nürnberg, der am Freitag mit 4:5 (3:3) beim VfL Bochum unterlag und nun vor dem hoch emotionalen 261. Frankenderby gegen die SpVgg Greuther Fürth gewaltig unter Zugzwang steht.
Aber auch Fürth ist angeschlagen nach dem 0:3 (0:1) gegen Aufsteiger Würzberger Kickers, der seinen bemerkenswerten Höhenflug fortsetzte und bereits zehn Punkte geholt hat.

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