14. August 2017, 23:13 Uhr

Fanausschreitungen in Rostock

14. August 2017, 23:13 Uhr
Schalkes zweifacher Torschütze Jewgeni Konoplyanka jubelt über seinen Treffer zum 1:0 beim Regionalligisten BFC Dynamo Berlin. (Foto: dpa)

Überschattet von schweren Fanausschreitungen hat Hertha BSC im Endspurt die zweite Runde im DFB-Pokal erreicht. Das Erstrundenspiel des Berliner Fußball-Bundesligisten beim Drittligisten Hansa Rostock am Montag musste gleich mehrfach unterbrochen werden, weil erst aus dem Hertha-Fanblock massiv Feuerwerkskörper abgeschossen wurden und später Rostocker Ultras in der Pufferzone Hertha-Banner verbrannten. Die späten Tore zum 2:0 (0:0) für den Favoriten erzielten vor 22 400 Zuschauern Mitchell Weiser in der 86. Minute und Vedad Ibisevic (90.+2).

Schiedsrichter Robert Hartmann musste die Partie zu Beginn des zweiten Durchgangs kurzzeitig unterbrechen und eine knappe Viertelstunde vor dem Ende zum zweiten Mal. Der Referee schickte beide Teams in die Kabinen. Erst nach 18 Minuten ging es weiter – kurz darauf traf Weiser zum 1:0, ehe Ibisevic für die endgültige Entscheidung sorgte.

Auch der FC Schalke 04 hat zum Pflichtspieldebüt von Coach Domenico Tedesco eine Pokal-Pleite beim Regionalligisten BFC Dynamo verhindert. Nur mit reichlich Mühe setzte sich der Revierclub 2:0 (0:0) bei den Berlinern durch und zog damit in die zweite Runde ein. Jewgeni Konopljanka (78./90.+1) erzielte beide Treffer.

»Es war für uns kein Spaziergang, aber das war uns von vornherein klar. Wir haben Glück gehabt, dass wir nicht 0:1 zurückliegen, da hat uns Ralf Fährmann am Leben gehalten«, sagte Tedesco.

Die Schalker dominierten die Anfangsphase, ohne jedoch zu überzeugen. Gegen den weit zurückgezogenen Viertligisten leistete sich das Tedesco-Team zu viele Ungenauigkeiten im Aufbauspiel und kam kaum zu Großchancen. Dynamo kämpfte, ackerte, grätschte – und wurde zusehends mutiger. Trotz fehlender spielerischer Mittel konnte sich der Hauptstadtclub immer mehr befreien, brachte die Schalker Dreierkette mit langen Bällen in Bedrängnis.

Nach der Pause lenkte Dynamo-Keeper Bernhard Hendl einen Schuss des eingewechselten Leon Goretzka mit einem großartigen Reflex an die Latte (57.). Berlins Torwart rettete auch gegen Franco Di Santo (64.), war aber gegen Konopljankas Schuss dann doch machtlos. Routiniert verwaltete Schalke den Vorsprung in der Schlussphase und erzielte in der Nachspielzeit erneut durch Konopljanka sogar noch das 2:0.

Zwei Kopfballtore nach Ecken brachten den 1. FC Nürnberg beim Zweitligarivalen MSV Duisburg in Front. Hanno Behrens (21.) und Georg Margreitter (41.) trafen für die Franken. Kevin Wolze (90.+4) gelang per Foulelfmeter nur noch der Anschlusstreffer für den MSV.

In Paderborn ließ Massih Wassey die in den vergangenen Jahren nicht gerade erfolgsverwöhnten Fans in der 41. Minute mit einem sehenswerten Distanzschuss jubeln. In der 79. Minute erhöhte Christopher Antwi-Adjej zum 2:0. Das 1:2 durch Sami Allagui (90.+1) kam für St. Pauli zu spät.

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