01. Mai 2017, 21:11 Uhr

Karlsruher Abstieg besiegelt

01. Mai 2017, 21:11 Uhr
Zweite Liga ade: Die Karlsruher Spieler stehen nach der Niederlage gegen den 1. FC Kaiserslautern und dem damit einhergehenden Abstieg frustriert auf dem Rasen des Wildparkstadions. (Foto: dpa)

Der Karlsruher SC verabschiedet sich sang- und klanglos zum dritten Mal in der Clubgeschichte in die 3. Liga. Alle anderen Entscheidungen in der 2. Fußball-Bundesliga sind erst einmal vertagt. Ausgerechnet der 1. FC Kaiserslautern besiegelte am Samstag mit dem 3:1 im Südwestderby den Abstieg der Badener und entledigte sich selbst der größten Sorgen.

Für den KSC war es ein leiser und trauriger Abschied, die maßlos enttäuschten Fans verzichteten in den 90 Minuten sogar auf das Anfeuern ihres Teams. »Ich kann es absolut nachvollziehen«, kommentierte Kapitän Dirk Orlishausen den stummen Protest der Anhänger. »Wir haben in diesem Jahr in vielen Spielen zu wenig dafür getan, dass die Fans uns bedingungslos unterstützen.«

Wer den KSC in die 3. Liga begleiten muss, ist auch nach dem 31. Spieltag offen. Der ehemalige Bundesligist Arminia Bielefeld (32 Punkte) holte beim 1:1 gegen die SpVgg Greuther Fürth zumindest einen Punkt und wahrte damit die Hoffnung, den Absturz in den restlichen drei Spielen noch abzuwenden.

Ein Befreiungsschlag gelang Erzgebirge Aue mit dem 3:1-Erfolg gegen die Würzburger Kickers. Der Aufsteiger aus Franken kämpft dagegen ebenso um das sportliche Überleben wie der punktgleiche TSV 1860 München (beide 33), der durch die 0:1-Pleite gegen Eintracht Braunschweig auf den Relegationsrang 16 zurückfiel.

Ebenso spannend wie im Tabellenkeller ist es im Aufstiegsrennen. Mit dem 3:2-Last-Minute-Sieg am Samstag in Nürnberg behauptete der VfB Stuttgart (63 Zähler) seine Drei-Punkte-Führung an der Tabellenspitze. »Am schönsten sind doch die Siege, bei denen man in der 90. Minute den Siegtreffer erzielt«, sagte Simon Terodde nach der abermaligen Willensleistung der Schwaben. »Unfassbar. Wie schon oft konnten wir uns in der letzten Minute belohnen. Das war sicher ein weiterer großer Schritt in die richtige Richtung«, so der frühere Bochumer Torjäger.

Hinter dem VfB liefern sich Braunschweig und Hannover 96 weiterhin ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die niedersächsischen Nachbarn haben nach ihren knappen und glücklichen Erfolgen vom Sonntag beide 60 Punkte. Christoffer Nyman (55.) bescherte dem Team von Torsten Lieberknecht den Dreier im Löwen-Duell in München. Nach dem siebten Sieg aus den zehn zurückliegenden Partien ist die Eintracht voll auf Kurs.

»Unsere Leistung war heute nicht erstligareif. Es fehlte der unbedingte Siegeswille«, befand 96-Coach André Breitenreiter. Zwar fuhr Hannover den fünften Heimsieg nacheinander ein, doch nach dem frühen 1:0 von Niclas Füllkrug (8.) versäumten es die Niedersachsen, gegen Fortuna Düsseldorf etwas für ihr Torkonto zu tun.

Auch der Vierte im Bunde, Union Berlin (57), wahrte seine Chance. Die Hauptstädter gewannen am Freitag mit 2:1 gegen den SV Sandhausen.

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