01. Oktober 2017, 21:51 Uhr

Kiel überrascht auch Bochum

01. Oktober 2017, 21:51 Uhr
Mehr als nur eine Überraschung: Aufsteiger Holstein Kiel schießt auch den VfL Bochum mit 3:0 aus dem Stadion und führt die 2. Liga als Spitzenreiter an. (Foto: dpa)

Der Abwärtstrend des 1. FC Heidenheim in der 2. Fußball-Bundesliga hält an. Am Sonntag verlor die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt das Kellerduell gegen Dynamo Dresden mit 0:2 (0:1). Der Tabellen-16. schaffte in den vergangenen sieben Spielen nur einen Sieg. Zwei Traumtore bescherten Dresden den verdienten Auswärtserfolg: Niklas Kreuzer verwandelte einen Freistoß direkt und Peniel Mlapa traf aus rund 30 Metern. »Das ist natürlich verdammt bitter«, sagte FCH-Profi Marc Schnatterer. Und Schmidt kritisierte: »Nach dem 0:1 hat der Ruck durch die Mannschaft gefehlt.«

Der FC St. Pauli hat unterdessen seine beeindruckende Auswärtsserie fortgesetzt. Mit dem 2:0 (0:0) bei Eintracht Braunschweig feierten die Hanseaten saisonübergreifend ihren achten Sieg im neunten Spiel in der Fremde. Bedanken konnte sich St. Pauli aber diesmal beim Torhüter. Robin Himmelmann parierte einige Chancen, wie den Strafstoß von Onel Hernandez. »Ohne seine Qualitäten wären wir mit 0:2 oder 0:3 in die Pause gegangen. Dann wäre es sehr schwer geworden, noch einmal zurückzukommen«, sagte St. Paulis Trainer Olaf Janßen.

Im dritten Sonntagsspiel setzte sich der SV Sandhausen mit 2:0 (0:0) gegen Jahn Regensburg durch und kletterte auf Tabellenrang drei. Trotzdem, so Doppeltorschütze Lucas Höler, bleibe das Saisonziel, »so schnell wie möglich 40 Punkte zu erreichen – dann schauen wir weiter«.

Bereits am Samstag war Holstein Kiel ein weiterer Coup gelungen. Der Aufsteiger gewann gegen den VfL Bochum mit 3:0 (2:0) und eroberte die Tabellenführung. Fortuna Düsseldorf reicht am Montagabend (20.30 Uhr/Sky) gegen den MSV Duisburg jedoch ein Punkt, um die »Störche« von Platz eins zu verdrängen. Gegen die Bochumer profitierte Kiel von einem Eigentor des VfL-Keepers Manuel Riemann, dem der Ball nach einer Rückgabe am Fuß versprang und von dort ins Tor kullerte.

Auch Arminia Bielefeld überraschte am Samstag und stoppte den Höhenflug des 1. FC Nürnberg. Nach zuvor drei Siegen in Serie verloren die Franken mit 1:2 (0:0) und verpassten die anvisierte Tabellenspitze. »Es nervt natürlich, wenn man zuhause verliert«, sagte FCN-Kapitän Hanno Behrens. Union Berlin gelang derweil mit 2:1 (0:0) beim FC Erzgebirge Aue der zweite Sieg hintereinander.

Bereits am Freitag hatte der 1. FC Kaiserslautern mit dem 3:0 (0:0) gegen die SpVgg Greuther Fürth seinen ersten Saisonsieg gefeiert und damit Jeff Strasser ein perfektes Trainerdebüt beschert. Die Pfälzer gaben die Rote Laterne an Fürth ab. »Wir verfallen nicht in Euphorie. Wir haben einen kleinen Schritt nach vorn gemacht und werden noch viele weitere machen müssen«, sagte Strasser.

Zu viele Gegentore

Frust am Freitag bei Darmstadt 98: Die »Lilien« haben sich im Duell der Bundesliga-Absteiger mit einem 0:3 (0:1) beim FC Ingolstadt in die Pause verabschiedet. »Wir werden immer als Favorit gesehen, wir sind es aber manchmal nicht und dürften auch mit dem Aufstieg nichts zu tun haben«, sagte Trainer Torsten Frings.

Die Darmstädter haben im Moment vor allem ein großes Problem: Sie kassieren zu viele Gegentore. 13 waren es in den vergangenen fünf Spielen. »Wir werden jetzt die zwei Wochen nutzen, um als Mannschaft an der Defensive zu arbeiten«, kündigte Frings an. »Wir haben zu viele Gegentore kassiert, das gefällt uns nicht. Das Abwehrverhalten ist nicht Darmstadt 98 – wir stehen für Kampf und Leidenschaft, und das wollen wir auch wieder zeigen.«

In Ingolstadt gerieten die »Lilien« durch einen Foulelfmeter von Stefan Kutschke in Rückstand (31.). Die weiteren Tore erzielten der Gießener Sonny Kittel (60.) und Thomas Pledl (79.).

»Es gibt solche Tage im Fußball«, sagte Hamit Altintop. »Wir haben vor der letzten Länderspielpause zehn Punkte aus fünf Spielen geholt. Damals haben wir nicht gut gespielt. Jetzt haben wir besser gespielt, aber nur fünf Punkte aus fünf Spielen geholt. Wir haben Qualität, aber keine Konstanz, das betonen wir immer wieder. Daran müssen wir arbeiten.« Am 16. Oktober kommt der 1. FC Nürnberg zum Zweitliga-Spitzenspiel ans Böllenfalltor.

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