01. November 2017, 22:59 Uhr

Leipzig beißt sich die Zähne aus

01. November 2017, 22:59 Uhr
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Von DPA
Tor für RB Leipzig: Der eingewechselte Timo Werner schlenzt den Ball zum zwischenzeitlichen 1:1 ins Tor. Am Ende verliert der Bundesligist aber mit 1:3 beim FC Porto. (Foto: dpa)

Nicht einmal das Tor-Comeback von Nationalstürmer Timo Werner hat RB Leipzig vor der zweiten Auswärtsniederlage im zweiten Auswärtsspiel der Champions League bewahrt. Der deutsche Fußball-Vizemeister muss nach dem unnötigen 1:3 (0:1) am Mittwochabend beim defensivstarken FC Porto schwer ums Weiterkommen zittern. Kapitän Hector Herrera (13.), Danilo (61.) und Maxi Pereirea (90.+3) erzielten vor 41 616 Zuschauern die für die Portugiesen so wichtigen Tore. Nur 138 Sekunden nach seiner Einwechslung hatte Werner in der 48. Minute zum zwischenzeitlichen Ausgleich getroffen und seinen ersten Treffer in der Königsklasse erzielt.

Zwei Wochen nach dem 3:2-Heimerfolg gegen den 27-maligen portugiesischen Meister rutschten die Sachsen wieder vom zweiten Platz in der Gruppe G ab und haben nun auch den direkten Vergleich mit Porto verloren. Selbst Rang drei ist in Gefahr für die Mannschaft von Trainer Ralph Hasenhüttl: Die AS Monaco, bei der die Leipziger in knapp drei Wochen antreten, hat nach einem 1:1 bei Spitzenreiter Besiktas Istanbul nur noch zwei Punkte Rückstand auf RB.

Für Leipzig setzte sich damit trotz teilweise überzeugender Leistung der Ergebnis-Negativtrend fort: Aus im Pokal, Rückstand im Meisterkampf – und nun das große Zittern in der Champions League.

Die Sachsen begannen wie vor zwei Wochen beim Heimerfolg ohne Nationalstürmer Werner. Hasenhüttl vertraute bis auf eine Ausnahme – Bernardo auf dem rechten Verteidigerposten anstelle von Lukas Klostermann – der Mannschaft, die Leipzigs ersten internationalen Pflichtspiel-Sieg eingeleitet hatte. Nur, dass diesmal die Portugiesen früh in Führung gingen. Dabei schien der Gastgeber nach gut zehn Minuten schon deutlich geschwächt: Stürmer Moussa Marega musste verletzt vom Platz. Nur Sekunden nach dem vermeintlichen personellen Rückschlag trafen die Hausherren. Nach einem Eckball konnte die Leipziger Abwehr nicht klären, Kevin Kampl verlor ein Kopfballduell, Kapitän Willi Orban und Emil Forsberg konnten die Vorlage auf Portos Spielführer Herrera nicht verhindern. Peter Gulácsi im Tor der Leipziger war machtlos gegen den strammen Flachschuss aus zehn Metern.

Leipzig brauchte nicht lange, um den Rückstand zu verdauen. Die beste Torchance der ersten Hälfte resultierte aber aus einer Standardsituation, durch einen Forsberg-Freistoß. Mit einer Glanzparade klärte José Sá im Porto-Tor.

Nach der Pause kamen Werner und Lukas Klostermann für Bruma und Marcel Halstenberg – und plötzlich ging es ganz schnell. Marcel Sabitzer suchte Werner, der zeigte seine ganze Klasse und schlenzte kurz nach seiner Einwechslung den Ball über den leicht aufgerückten José Sa ins Tor. RB spielte nun ganz anders auf. Doch nach einem Telles-Freistoß aus 40 Metern sorgte Danilo per Kopf für die Vorentscheidung.

Porto: Sá – Ricardo, De Almeida Monteiro, Marcano, Telles – H. Herrera, Hélio Pereira – Corona (72. Pereira), Brahimi (89. D. Reyes) – Marega (13. André André), Aboubakar.

Leipzig: Gulacsi – Bernardo, Orban, Upamecano, Halstenberg (46. Klostermann) – Kampl, Keïta – Forsberg, Bruma (46. Ti. Werner) – Sabitzer, Augustin (75. Y. Poulsen).

Im Stenogramm: SR: Hategan (Rumänien). – Zu.: 41 616. – Tore: 1:0 H. Herrera (13.), 1:1 Werner (48.), 2:1 Hélio Pereira (62.), 3:1 Pereira (90.+3) Gelbe Karten: Hélio Pereira (1) / Halstenberg (2), Augustin (1), Sabitzer (1). – Beste Spieler: Telles, H. Herrera/Upamecano, Kampl.



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