09. Juni 2017, 23:01 Uhr

Nadal wird Ruf gerecht

09. Juni 2017, 23:01 Uhr
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Von DPA

Auf dem erhofften Weg zu seinem zehnten French-Open-Titel steht Sandplatz-Titan Rafael Nadal nur noch der Schweizer Stan Wawrinka im Weg. Der Spanier zeigte am Freitag im Halbfinale von Paris auch dem aufstrebenden Österreicher Dominic Thiem beim 6:3, 6:4, 6:0 klar dessen Grenzen auf und ist jetzt lediglich einen Erfolg von der ersehnten »La Décima« entfernt. »Ich bin sehr, sehr zufrieden. Es ist unglaublich, hier wieder im Finale zu stehen«, sagte Nadal, der bei der mit 33,8 Millionen Euro dotierten Veranstaltung in diesem Jahr noch keinen Satz abgegeben hat.

Allerdings wartet im Endspiel am Sonntag in Wawrinka noch einmal eine hohe Hürde. Der Paris-Champion von 2015 rang in einem hochklassigen Halbfinale den Weltranglisten-Ersten Andy Murray aus Schottland nach 4:34 Stunden mit 6:7 (6:8), 6:3, 5:7, 7:6 (7:3), 6:1 nieder und steht damit zum vierten Mal in einem Grand-Slam-Finale. Die drei bisherigen Major-Endspiele hat der Schweizer alle gewonnen. 2014 triumphierte er in Melbourne, 2015 in Paris und im vergangenen Jahr in New York.

Doch auf der roten Asche von Paris ist Nadal immer Favorit. »Er ist der beste Sandplatzspieler der Welt. Gegen Rafa in Roland Garros zu spielen, ist die größte Herausforderung, die man sich vorstellen kann«, sagte Wawrinka.

Das bekam am Freitagabend auch Thiem zu spüren. Viele Experten hatten dem 23 Jahre alten Österreicher nach dessen klarem Viertelfinalsieg gegen Titelverteidiger Novak Djokovic auch gegen Nadal eine Chance eingeräumt. Zumal Thiem den Mallorquiner vor kurzem im Viertelfinale von Rom noch geschlagen hatte. Doch Nadal und Roland Garros – das ist eben eine ganz besondere Beziehung, der sich auch Thiem beugen musste. Zwar nahm er Nadal gleich im ersten Spiel den Aufschlag ab, doch der Spanier schaffte sofort das Re-Break und dominierte dann nach Belieben.

Wawrinka und Murray hatten sich im bislang besten Spiel des Turniers zuvor ein episches Halbfinal-Spektakel über mehr als viereinhalb Stunden geliefert. »Es war eine unglaubliche Begegnung«, sagte Wawrinka. »Es hat Spaß gemacht, bei diesem Spiel dabei zu sein. Ich bin überglücklich, wieder in einem Grand-Slam-Finale zu stehen«, sagte er. Murray zeigte sich als fairer Verlierer. »Er hat am Ende einfach zu gut gespielt«, sagte der Brite.

Im Damen-Finale stehen sich am Samstag (15 Uhr/Eurosport live) die Rumänin Simona Halep und Jelena Ostapenko aus Lettland gegenüber. Für Halep geht es in Paris nicht nur um den Titel, sondern auch um Platz eins in der Tennis-Weltrangliste – gewinnt sie, löst sie Angelique Kerber ab.



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