19. Februar 2017, 22:24 Uhr

Fußball

Stuttgart und Hannover marschieren Verfolgerduo bleibt dran Aufatmen in Wiesbaden

19. Februar 2017, 22:24 Uhr
GARETH BALE feiert nach 93 Tagen Zwangspause ein perfektes Comeback für Real Madrid. Zwölf Minuten nach seiner Einwechslung erzielt er den 2:0-Endstand gegen Espanyol Barcelona. (Foto: dpa)

Der VfB Stuttgart und Hannover 96 marschieren mit großen Schritten zurück in Richtung Fußball-Bundesliga, um den Relegationsrang drei gibt es dagegen viel Gedränge. Neuer Verfolger des Spitzenduos in der 2. Liga ist Union Berlin. Ein Foulelfmeter von Simon Hedlund und ein Eigentor von David Kinsombi (37. Minute) bescherten den Berlinern am Sonntag einen 2:1-(2:0)-Sieg beim Karlsruher SC. »Platz drei, schön«, sagte Union-Coach Jens Keller nüchtern.

Berlin verdrängte damit Eintracht Braunschweig von Rang drei, die Niedersachsen kamen am Freitag gegen den Tabellenletzten Erzgebirge Aue nicht über ein 1:1 hinaus. Am anderen Ende der Tabelle musste der FC St. Pauli im Kellerduell bei Arminia Bielefeld spät den Ausgleich zum 1:1 (0:0) hinnehmen.

Stuttgart brachte den knappen 2:1 (1:1)-Sieg in Heidenheim über die Zeit, wenn auch glücklich. In der turbulenten Schlussphase hatten die Heidenheimer einige Chancen auf den Ausgleich – doch am Ende triumphierte der VfB. »Dabei haben wir natürlich auch Glück, dass der Ball nicht reingeht«, sagte Trainer Hannes Wolf. Christian Gentner (19. Minute) hatte den VfB in Führung gebracht, ehe FCH-Topscorer Marc Schnatterer (42.) der Ausgleich gelang. Den Schlusspunkt setzte aber Josip Brekalo (71.) mit einem sehenswerten Distanzschuss.

Auch Hannover musste in Dresden um den Auswärtserfolg bangen. Martin Harnik vergab erst zwei gute Möglichkeiten, traf dann doch zur Führung (64.). Den Dresdenern gelang zwar durch Stefan Kutschke (78.) der Ausgleich, aber nur zwei Minuten später markierte der eingewechselte Kenan Karaman das 2:1 für Hannover.

Die Braunschweiger dagegen mussten sich gegen den Abstiegskandidaten Aue erneut mit einem 1:1 genügen – das dritte Remis im vierten Rückrundenspiel. Den Führungstreffer von Phil Ofosu-Ayeh (10.) glich Dimitrij Nazarov (57.) mit einem verwandelten Handelfmeter aus.

Am Tabellenende gab St. Pauli einen fast schon sicher geglaubten Auswärtssieg beim Tabellenvorletzten Arminia Bielefeld noch aus der Hand. Arminia-Kapitän Fabin Klos (90.+3) traf erst in der Nachspielzeit. Christopher Buchtmann (50.) hatte die Hamburger vorher in Führung gebracht. St. Pauli bleibt punktgleich mit Bielefeld 16.

Ebenfalls in der Schlussphase vergaben am Samstag die Würzburger Kickers einen Sieg beim VfL Bochum. Fast 60 Minuten lang lag der Aufsteiger nach einem Eigentor von Tim Hoogland (26.) in Führung, ehe die Bochumer durch Tom Weilandt (84.) und Dominik Wydra (87.) die Unterfranken eiskalt bestraften und 2:1 (0:1) siegten. »Die Niederlage war unnötig«, klagte Kickers-Coach Bernd Hollerbach.

Weiter sieglos bleibt Fortuna Düsseldorf, der Club verlor am Samstag bei der SpVgg Greuther Fürth mit 0:1 (0:1). Während Düsseldorf seit acht Partien auf einen Dreier wartet, feierte Fürth dank Robert Zulj (41.) den 400. Zweitliga-Sieg der Club-Geschichte.

Etwas Luft im Abstiegskampf hat sich der 1. FC Kaiserslautern mit dem zweiten Heimsieg in Folge verschafft. Gegen den SV Sandhausen feierten die Pfälzer am Freitag einen 3:0 (2:0)-Erfolg. Jacques Zoua (26.), Marcel Gaus (34.) und Osayamen Oaswe (78.) trafen.

Der VfL Wolfsburg und der FC Bayern München dürfen weiter auf die Meisterschaft in der Frauenfußball-Bundesliga hoffen. Die beiden Verfolger des diesmal spielfreien Tabellenführers Turbine Potsdam starteten mit Siegen aus der Winterpause. Die Wolfsburgerinnen kamen am Sonntag zu einem deutlichen 4:1 (2:0)-Sieg gegen den SC Sand. Bereits in der 62. Minute war die einseitige Partie durch das Tor von Sara Bjork Gunnarsdottir zum 4:0 entschieden. Damit beträgt der Rückstand auf Potsdam nur noch einen Punkt. Allerdings hat Turbine ein Spiel weniger. Nur einen Zähler hinter dem VfL liegt der FC Bayern in Lauerstellung. Der Titelverteidiger setzte sich am Samstag mit 3:2 (1:1) beim SC Freiburg durch.

Ähnlich spannend wie an der Tabellenspitze geht es in der Abstiegszone zu. Im Kellerduell mit dem Vorletzten Bayer Leverkusen kam der Drittletzte aus Jena nicht über ein 1:1 hinaus. Weiter ohne Punkt ist das bereits abgeschlagene Schlusslicht Mönchengladbach nach der 0:2-Heimniederlage gegen den 1. FFC Frankfurt. Nationalspielerin Mandy Islacker erzielte mit einem Doppelschlag in der 32. und 39. Minute beide Tore für die Hessinnen, die am kommenden Sonntag Tabellenführer Turbine Potsdam empfangen.

Rode fehlt BVB länger

(dpa). Borussia Dortmund muss zwei Wochen auf Mario Götze verzichten. Wie der Fußball-Bundesligist mitteilte, leidet der Weltmeister weiter an muskulären Problemen. Er hatte seinem Team deshalb schon in den vergangenen beiden Spielen in Darmstadt und Lissabon gefehlt. Darüber hinaus fällt Sebastian Rode bis Ende März aus. Der Mittelfeldspieler wurde an der Leiste operiert.

Sensation durch Fünftligist

(dpa). Zum ersten Mal seit 103 Jahren steht ein Amateur-Verein im Viertelfinale des englischen FA-Cups. Der Fußball-Fünftligist Lincoln City setzte sich mit 1:0 (0:0) beim Premier-League-Club FC Burnley durch und steht jetzt in der Runde der besten acht.

Das entscheidende Tor für Außenseiter Lincoln erzielte Sean Raggett erst in der 89. Minute. Anschließend mussten die Gäste in Burnley noch sechs Minuten Nachspielzeit überstehen, bis die Sensation im Stadion Turf Moor perfekt war.

Erstes Spiel, erster Sieg: Der neue Trainer Rüdiger Rehm hat den SV Wehen Wiesbaden am Samstag zu einem wichtigen 3:0 (1:0)-Sieg im Abstiegskampf-Duell mit dem FSV Zwickau geführt und so die Negativserie in der 3. Fußball-Liga beendet. Beim FSV Frankfurt dagegen erhält Trainer Roland Vrabec auch nach der 1:2 (1:1)-Niederlage bei Jahn Regensburg weiter Rückendeckung von seinem Verein. »Vrabec ist nächste Woche auf jeden Fall noch auf der Bank«, sagte Geschäftsführer Clemens Krüger der »Bild«.

Wehen Wiesbaden hat sich nach mehr als vier Monaten ohne Sieg endlich im Abstiegskampf der 3. Liga zurückgemeldet. »Das war ein ganz, ganz wichtiger Dreier für den ganzen Verein«, sagte der 38-jährige Rehm, der bis Oktober noch bei Zweitligist Arminia Bielefeld an der Seitenlinie stand und in der hessischen Landeshauptstadt als Nachfolger von Torsten Fröhling vorgestellt wurde. »Alle haben gelechzt nach diesem Erfolg, das habe ich diese Woche gespürt.« Zwar steht der Club noch immer auf Platz 18, aber der Abstand zum rettenden Ufer ist auf zwei Zähler geschrumpft. »Wer die Tabelle lesen kann, der weiß: Das bringt noch nichts«, meinte Rehm. Manuel Schäffler brachte das bis dato schlechteste Heimteam der Liga vor 1923 Zuschauern in der Brita-Arena in Führung (27. ). David Blacha (48.) baute diese Führung aus, ehe Schäffler mit seinem zweiten Treffer (69.) alles klar machte. »Das war für jeden erlösend«, freute sich der Doppeltorschütze. Zwickaus Davy Frick flog mit Gelb-Rot wegen Diskutierens mit dem Schiedsrichter noch vom Platz (80.).

Der hessische Ligakonkurrent FSV Frankfurt schlittert derweil immer tiefer in die Krise. Vor 4461 Zuschauern köpfte Cagatay Kader den FSV in Regensburg zwar in Führung (14.), ehe Abwehrspieler Christopher Schorch zum Pechvogel wurde: Erst verursachte er einen Foulelfmeter, den Andreas Geipl zum Ausgleich verwandelte (42.). Dann sorgte Schorch mit einem Eigentor (68.) den 1:2-Endstand.

»Der Sieg für Regensburg geht völlig in Ordnung«, räumte der stark in der Kritik stehende Trainer Vrabec ein. Unter der Woche war gar von einem Endspiel für den 42-Jährigen die Rede gewesen. Die Luft für ihn wird auch trotz der Rückendeckung durch den Verein immer dünner. Platz 15 und noch kein Sieg in den vier Spielen nach der Winterpause sind keine guten Argumente.

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