19. Februar 2017, 22:22 Uhr

Stuttgart und Hannover marschieren

19. Februar 2017, 22:22 Uhr
Hannovers Kenan Karaman (l.) jubelt über seinen Treffer zum 2:1, während die Dresdner nach der Niederlage im Topspiel die Köpfe hängen lassen. (Foto: dpa)

Der VfB Stuttgart und Hannover 96 marschieren mit großen Schritten zurück in Richtung Fußball-Bundesliga, um den Relegationsrang drei gibt es dagegen viel Gedränge. Neuer Verfolger des Spitzenduos in der 2. Liga ist Union Berlin. Ein Foulelfmeter von Simon Hedlund und ein Eigentor von David Kinsombi (37. Minute) bescherten den Berlinern am Sonntag einen 2:1-(2:0)-Sieg beim Karlsruher SC. »Platz drei, schön«, sagte Union-Coach Jens Keller nüchtern.

Berlin verdrängte damit Eintracht Braunschweig von Rang drei, die Niedersachsen kamen am Freitag gegen den Tabellenletzten Erzgebirge Aue nicht über ein 1:1 hinaus. Am anderen Ende der Tabelle musste der FC St. Pauli im Kellerduell bei Arminia Bielefeld spät den Ausgleich zum 1:1 (0:0) hinnehmen.

Stuttgart brachte den knappen 2:1 (1:1)-Sieg in Heidenheim über die Zeit, wenn auch glücklich. In der turbulenten Schlussphase hatten die Heidenheimer einige Chancen auf den Ausgleich – doch am Ende triumphierte der VfB. »Dabei haben wir natürlich auch Glück, dass der Ball nicht reingeht«, sagte Trainer Hannes Wolf. Christian Gentner (19. Minute) hatte den VfB in Führung gebracht, ehe FCH-Topscorer Marc Schnatterer (42.) der Ausgleich gelang. Den Schlusspunkt setzte aber Josip Brekalo (71.) mit einem sehenswerten Distanzschuss.

Auch Hannover musste in Dresden um den Auswärtserfolg bangen. Martin Harnik vergab erst zwei gute Möglichkeiten, traf dann doch zur Führung (64.). Den Dresdenern gelang zwar durch Stefan Kutschke (78.) der Ausgleich, aber nur zwei Minuten später markierte der eingewechselte Kenan Karaman das 2:1 für Hannover.

Die Braunschweiger dagegen mussten sich gegen den Abstiegskandidaten Aue erneut mit einem 1:1 genügen – das dritte Remis im vierten Rückrundenspiel. Den Führungstreffer von Phil Ofosu-Ayeh (10.) glich Dimitrij Nazarov (57.) mit einem verwandelten Handelfmeter aus.

Am Tabellenende gab St. Pauli einen fast schon sicher geglaubten Auswärtssieg beim Tabellenvorletzten Arminia Bielefeld noch aus der Hand. Arminia-Kapitän Fabin Klos (90.+3) traf erst in der Nachspielzeit. Christopher Buchtmann (50.) hatte die Hamburger vorher in Führung gebracht. St. Pauli bleibt punktgleich mit Bielefeld 16.

Ebenfalls in der Schlussphase vergaben am Samstag die Würzburger Kickers einen Sieg beim VfL Bochum. Fast 60 Minuten lang lag der Aufsteiger nach einem Eigentor von Tim Hoogland (26.) in Führung, ehe die Bochumer durch Tom Weilandt (84.) und Dominik Wydra (87.) die Unterfranken eiskalt bestraften und 2:1 (0:1) siegten. »Die Niederlage war unnötig«, klagte Kickers-Coach Bernd Hollerbach.

Weiter sieglos bleibt Fortuna Düsseldorf, der Club verlor am Samstag bei der SpVgg Greuther Fürth mit 0:1 (0:1). Während Düsseldorf seit acht Partien auf einen Dreier wartet, feierte Fürth dank Robert Zulj (41.) den 400. Zweitliga-Sieg der Club-Geschichte.

Etwas Luft im Abstiegskampf hat sich der 1. FC Kaiserslautern mit dem zweiten Heimsieg in Folge verschafft. Gegen den SV Sandhausen feierten die Pfälzer am Freitag einen 3:0 (2:0)-Erfolg. Jacques Zoua (26.), Marcel Gaus (34.) und Osayamen Oaswe (78.) trafen.

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