06. September 2017, 20:54 Uhr

U21 hat noch viel Arbeit vor sich

06. September 2017, 20:54 Uhr

Für die Eggesteins war es der perfekte Abschluss eines Familienausflugs. Sohn Maximilian erzielte beim 1:0-Sieg der deutschen U21 zum Auftakt der EM-Qualifikation gegen Kosovo seinen Premierentreffer. Der 20-Jährige und sein ein Jahr jüngerer Bruder Johannes standen bei der Partie am Dienstag in Osnabrück als erstes Brüderpaar seit den Boatengs gemeinsam für die deutsche U21 auf dem Platz – und die Eltern bejubelten den Auftritt von der Tribüne aus.

»Mich freut es, wenn unsere Eltern sagen können, dass sie stolz auf uns sind«, sagte Siegtorschütze Maximilian. Beim 1:2 im Testspiel gegen Ungarn vier Tage zuvor hatte noch Johannes getroffen.

Die beiden Bremer Fußballer sind die bislang einzigen Torschützen der nach dem EM-Titel neu formierten Mannschaft von DFB-Trainer Stefan Kuntz. Mit ihren Leistungen haben die Eggesteins bereits angedeutet, dass sie zu zwei Säulen des neuen Teams werden könnten, das sich für die Endrunde 2019 in Italien qualifizieren und dort den Titel verteidigen soll.

»Johannes hat eine gute Nase für Räume, auch für gefährliche Räume«, lobte Kuntz. »Maxi konnte sich heute mehr um die Offensive kümmern. Das hat er natürlich speziell beim Tor perfekt gemacht, von daher: Aufgabe erfüllt.« Der Treffer des Mittelfeldspielers war für die junge Elf enorm wichtig. Denn die Mannschaft tat sich bei ihrem ersten Pflichtspiel nach dem EM-Triumph noch sehr schwer.

Kuntz war trotz des ausbaufähigen Auftritts vor allem froh, dass sein Team »den ersten Stolperstein gut umschifft« hatte und warb um Geduld. »Das ist so ein Spiel, wo man als hoher Favorit baden gehen kann«, sagte der 54-Jährige. »Auch bei dem vielleicht etwas mageren Ergebnis bin ich zufrieden.« Sein Team dominierte das Spiel gegen den Außenseiter, ließ defensiv wenig zu, hatte aber beim Herausspielen von klaren Torchancen noch Probleme.

Nur fünf U21-Europameister standen gegen den Kosovo im Kader, dazu kommen die dieses Mal pausierenden Mahmoud Dahoud und Felix Platte. Mit diesem Gerüst und nachrückenden Profis wie den Eggesteins baut Kuntz nach und nach seine neue Mannschaft auf. »Natürlich gibt es noch viele Dinge, die wir verbessern können, aber für den Anfang war es in Ordnung«, sagte Maximilian Eggestein. Thilo Kehrer, der das Team erstmals als Kapitän anführte, gab zu: »Wir wissen, dass wir noch viel Arbeit haben, dass wir uns noch richtig finden müssen.«

Schon in vier Wochen kann Kuntz weiter an der neuen Mannschaft basteln, dann stehen in Cottbus gegen Aserbaidschan und in Norwegen die nächsten Quali-Spiele an. Über den Zeitraum bis dahin sei er »sehr froh, weil wir halt noch viel Arbeit haben«, sagte Kuntz. Bis die Auswahl auf einem ähnlichen Niveau wie die erfolgreiche EM-Elf angekommen ist, könnte es noch ein weiter Weg sein.

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